Jordanien und VAE starten 2,3-Mrd.-Dollar-Bahnprojekt in Akaba
Strategische Partnerschaft stärkt Bergbau, Export und regionale Vernetzung
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Jordanien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Start der Umsetzungsphase eines der größten Infrastrukturprojekte des Landes bekannt gegeben: Den Bau einer Eisenbahnverbindung zwischen dem Hafen von Akaba und den wichtigsten Bergbaugebieten im Süden. Das Projekt hat ein Volumen von rund 2,3 Mrd. US-Dollar und soll die Transport- und Logistikstruktur Jordaniens grundlegend modernisieren.
Geplant ist die Gründung eines gemeinsamen jordanisch-emiratischen Unternehmens, das für Bau und Betrieb des Schienennetzes verantwortlich sein wird.
Die neue Bahnstrecke soll jährlich rund 16 Millionen Tonnen Phosphat und Kalium transportieren und damit die Effizienz des jordanischen Bergbausektors deutlich steigern. Neben der Senkung von Transportkosten wird auch eine Verbesserung der Lieferketten und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit erwartet.
Langfristig ist das Projekt Teil einer umfassenden Strategie zur Stärkung der regionalen Anbindung, auch in Richtung Saudi-Arabien und Syrien, wodurch Akaba zu einem zentralen Logistikdrehkreuz im Nahen Osten ausgebaut werden könnte.
Der finanzielle Abschluss des Projekts wird für Anfang 2027 erwartet, die Bauzeit beträgt rund fünf Jahre. Neben wirtschaftlichen Impulsen sollen auch neue Arbeitsplätze entstehen. Das Vorhaben gilt als bedeutender Schritt zur Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Jordanien und den VAE.