Kapstadt setzt auf Elektromobilität im öffentlichen Verkehr
Pilotprojekt mit 30 Bussen wird von Studie der University of Cape Town begleitet
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Kapstadt treibt die Umstellung auf eine emissionsärmere Mobilität voran und integriert schrittweise Elektrobusse in das MyCiTi-Schnellbusnetz. Im August soll zunächst ein Fahrzeug in Betrieb genommen werden, zwischen Oktober und Dezember folgen weitere 13 Busse. Insgesamt umfasst die erste Ausbaustufe 30 Volvo-Elektrobusse, deren vollständige Einführung bis Juni 2027 abgeschlossen sein soll.
Die neuen Fahrzeuge werden zunächst auf den MyCiTi-Strecken im Südosten der Metropole getestet, darunter auch die für die Erweiterung der Phase 2A vorgesehenen Korridore. Neben der Reduktion von Treibhausgasemissionen verweist die Stadtverwaltung auf mögliche betriebliche Einsparungen. Internationale Vergleichswerte deuten darauf hin, dass sich Betriebs- und Wartungskosten durch den Einsatz der elektrischen Fahrzeuge um bis zu 70 Prozent reduzieren könnten.
Zur Leistungsauswertung wird in Zusammenarbeit mit der University of Cape Town eine zwölfmonatige Pilotstudie durchgeführt. Untersucht werden dabei die Leistungsfähigkeit unter unterschiedlichen Streckenbedingungen, die Batterielebensdauer, Ladezeiten sowie der Einfluss von Fahrgastzahlen und dem Wetter auf den Energieverbrauch. Die Ergebnisse sollen in die weitere Systemplanung einfließen, insbesondere in Bezug auf Wartungsprozesse, Fahrerschulungen und die Integration in bestehende Betriebsabläufe.
Wenn alles nach Plan verläuft, sollen die Elektrobusse ab Juli 2027 regulär im Linienbetrieb eingesetzt werden, unter anderem auf Verbindungen zwischen Mitchells Plain, Khayelitsha, Wynberg, Claremont und dem Stadtzentrum CBD. Die Fahrzeuge erhalten Karosserien aus lokaler Fertigung des Bus&Coach-Zentrums in Randburg. Ergänzend prüft die Stadtverwaltung den Einsatz alternativer Antriebstechnologien wie Wasserstoff, um das Mobilitätssystem langfristig nachhaltiger und zukunftsfähiger zu gestalten.