Kolumbien: Wetterphänomen El Niño
Belastung für Energiepreise und Landwirtschaft
Lesedauer: 1 Minute
Meteorologische Prognosen gehen derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 81 % davon aus, dass das Klimaphänomen El Niño in der Saison 2026/2027 eine „sehr starke“ Ausprägung erreichen könnte. Zudem wird mit 97 % Wahrscheinlichkeit erwartet, dass die Auswirkungen bis März 2027 anhalten.
Für Kolumbien bedeutet El Niño in der Regel höhere Temperaturen und geringere Niederschläge, insbesondere in der Karibikregion sowie Teilen der Andenregion. Sinkende Wasserstände in Flüssen und Stauseen können die Wasserversorgung und Energieerzeugung beeinträchtigen.
Dies ist vor allem deshalb relevant, weil rund zwei Drittel der kolumbianischen Stromerzeugung aus Wasserkraft stammen. Niedrige Pegelstände können zu steigenden Strompreisen und höheren Kosten für Industrie und Bergbau führen.
Auch die Landwirtschaft zählt zu den besonders betroffenen Sektoren. Längere Trockenperioden können die Produktion von Kaffee, Reis, Mais und Zuckerrohr beeinträchtigen und den Bewässerungsbedarf erhöhen. Als einer der weltweit wichtigsten Kaffeeexporteure könnte Kolumbien im Falle einer starken Dürre zudem von Preisschwankungen auf den internationalen Agrarmärkten betroffen sein.
El Nino zeigt einmal mehr, dass Anbieter von Lösungen in den Bereichen Wasserwirtschaft, Bewässerungstechnik, Wasseraufbereitung, Energieeffizienz, Energiespeicherung und erneuerbare Energien von einer steigenden Nachfrage nach klimaresilienten Technologien profitieren können.