Lettisches Start-up entwickelt KI-Alternative zu ChatGPT
Neue KI-Plattform, die als praxisorientierte Alternative zu ChatGPT positioniert wird
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Ein Zwei-Personen-Team in Lettland entwickelt eine Alternative zu ChatGPT
Ein lettisches Gründerteam sorgt derzeit für Aufmerksamkeit im internationalen KI-Sektor: Das Unternehmen Ajelix, gegründet 2023 von Agnese und Arturs Jaunosans, entwickelt eine KI-Plattform, die als praxisorientierte Alternative zu ChatGPT positioniert wird – speziell für den Einsatz in Unternehmen.
Während große Anbieter wie OpenAI, Google oder Anthropic den globalen Markt dominieren, setzt Ajelix auf einen anderen Ansatz: Die Plattform erstellt fertige, sofort nutzbare Ergebnisse anstatt nur Anleitungen zu liefern. So kann die KI beispielsweise komplette Excel-Reports, Präsentationen, einfache Apps oder Datenauswertungen automatisch generieren – ohne technische Vorkenntnisse der Nutzer.
Laut dem Unternehmen nutzen bereits über 300.000 Fachkräfte weltweit das Tool. Besonders gefragt ist Ajelix in Unternehmensbereichen wie Administration, Finanzen, Marketing oder Datenanalyse.
Kurzer Weg vom Auftrag bis zum Output
Im Unterschied zu universellen KI-Assistenten versteht sich Ajelix als Arbeitsumgebung, in der Dateien, Präsentationen und Apps direkt innerhalb der Plattform erstellt und bearbeitet werden können. Das Ziel ist es, den Weg vom Auftrag bis zum fertigen Output zu verkürzen.
Die Gründer betonen, dass viele Unternehmen bestehende KI-Tools nur eingeschränkt in ihre Prozesse integrieren können. Ajelix möchte diese Lücke schließen, indem Datenverarbeitung, Infrastruktur und Umsetzung in einem System zusammengeführt werden.
Ajelix ist vollständig ohne externe Investoren gewachsen. Alle Einnahmen fließen laut dem Unternehmen in Weiterentwicklung und Forschung zurück. Die Gründer setzen bewusst auf Unabhängigkeit und schlanke Strukturen. Ergänzend nimmt Ajelix am Business-Inkubationsprogramm der lettischen Investitionsagentur LIAA teil und war Teilnehmer der Incoming Mission des AußenwirtschaftsCenter Riga zur ViennaUP 2025.
Die Gründer betonen, dass Nutzerdaten nicht zur Modelltrainierung verwendet werden und vollständig gelöscht werden können. Ajelix wolle damit auf zunehmende Bedenken hinsichtlich Datenschutz und möglicher Datenabflüsse bei großen KI-Modellen reagieren.