Mosambik baut Treibstoff-Pipeline aus: Mehr Energiesicherheit für Südafrika
Neue Pumpstationen erhöhen die Kapazität des Beira-Harare-Korridors um 67 %
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Mosambik Simbabwe Energiewirtschaft NPI GroßprojekteDie Kapazität des wichtigen Treibstoffkorridors zwischen Beira in Mosambik und Harare in Simbabwe soll bis Ende 2027 um 67 Prozent steigen. Hintergrund ist der weitere Ausbau der Infrastruktur entlang dieser strategischen Versorgungsroute, die eine Schlüsselrolle für die Energieversorgung im südlichen Afrika spielt.
Die Companhia do Pipeline Mozambique-Zimbabwe (CPMZ) wird im Rahmen der zweiten Ausbauphase mit dem Bau von zwei neuen Pumpstationen beginnen. Die Anlagen entstehen in Nhamatanda in der Provinz Sofala sowie in Messica in der Provinz Manica. Der offizielle Spatenstich ist für den 2. September 2026 geplant.
Durch die Erweiterung wird die jährliche Transportkapazität der Beira-Feruka-Pipeline von derzeit 3 Millionen auf 5 Millionen Kubikmeter erhöht. Damit sollen die wachsende Nachfrage nach Diesel, Benzin und Flugtreibstoff in den SADC-Mitgliedstaaten sowie die langfristige Versorgungssicherheit der Region gewährleistet werden. Parallel dazu erfolgt die Modernisierung der Petrozim Line zwischen Feruka und Harare. Dadurch entsteht ein leistungsfähiger Energiekorridor vom Hafen Beira bis ins Landesinnere des südlichen Afrika. Von der höheren Kapazität profitieren neben Mosambik und Simbabwe insbesondere die Binnenstaaten Sambia, Malawi, Botswana sowie die Demokratische Republik Kongo.
Die aktuelle Investition baut auf einem bereits erfolgreichen Ausbau auf: 2024 konnte die Kapazität der Pipeline von 2 auf 3 Millionen Kubikmeter pro Jahr gesteigert werden. Nach Angaben von CPMZ werden die Bauarbeiten und die Inbetriebnahme der neuen Pumpstationen ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs erfolgen. Die kontinuierliche Versorgung der regionalen Märkte bleibt somit gewährleistet. Die 294 Kilometer lange Beira-Feruka-Pipeline ist ein zentraler Bestandteil des sogenannten Beira-Korridors, der den Hafen Beira mit Simbabwe und weiteren Märkten im südlichen Afrika verbindet. Gemeinsam verfolgen CPMZ und die Regierung von Simbabwe die Vision, die Achse Beira-Harare zu einer der wichtigsten Energieversorgungsrouten der Region auszubauen.
Für die Zukunft werden bereits weitere Ausbauoptionen geprüft. Dazu gehören eine Pipeline mit größerem Durchmesser zur Deckung des prognostizierten Treibstoffbedarfs bis 2050 sowie eine mögliche Verlängerung der Verbindung von Harare in den sambischen Kupfergürtel.
Mit diesen Investitionen stärken Mosambik und Simbabwe nicht nur ihre eigene Energieversorgung, sondern schaffen auch die Grundlage für mehr Versorgungssicherheit, stärkeren regionalen Handel und nachhaltiges Wirtschaftswachstum innerhalb der SADC-Region.
Der Ausbau des Beira-Harare-Treibstoffkorridors eröffnet auch interessante Geschäftsmöglichkeiten für österreichische Unternehmen. Insbesondere in den Bereichen Pumpen- und Anlagentechnik, Rohrleitungsbau, Automatisierung, Mess- und Regeltechnik, Energieversorgung sowie industrielle Sicherheitslösungen besteht Potenzial für die Lieferung von Ausrüstung und Know-how. Durch die geplante Erhöhung der Transportkapazität und die langfristig diskutierte Errichtung einer Pipeline mit größerem Durchmesser werden entlang der Wertschöpfungskette zusätzliche Investitionen in Infrastruktur, Wartung und Betrieb erforderlich sein. Das AußenwirtschaftsCenter Johannesburg unterstützt Sie dabei, Marktchancen zu identifizieren und den Weg zu neuen Kunden und Projekten in Mosambik und Simbabwe zu finden.