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Verschiedene Milchprodukte und Eier nebeneinander platziert auf hölzernem Untergrund
© Ricka Kinamoto | stock.adobe.com

Neuseeland: Milchgenossenschaft Fonterra trennt sich von Konsumgütermarken

Mehrheit der Farmer stimmt Verkauf an französische Lactalis zu – strategischer Schwenk hin zum globalen B2B-Milchgeschäft

Lesedauer: 1 Minute

Neuseeland Agrarwirtschaft Nahrungsmittel/Softdrinks

Die neuseeländische Molkereigenossenschaft Fonterra hat dem Verkauf ihrer Konsumgütermarken, darunter Mainland, Anchor und Kapiti, an den französischen Lebensmittelkonzern Lactalis zugestimmt. Eine deutliche Mehrheit der rund 9.000 Farmeranteilseigner votierte für den Verkauf. Der Erlös wird auf rund 4,5 Mrd. NZD geschätzt. Laut Berechnungen der ASB Bank ergibt sich für die Anteilseigner eine durchschnittliche steuerfreie Auszahlung von etwa 392.000 NZD, das entspricht 210.000 Euro.

Fonterra begründet den Schritt mit einer stärkeren Fokussierung auf das internationale B2B-Geschäft und den Export von Milchzutaten, während Lactalis den Markenbereich weiterentwickeln soll. Kritiker, darunter NZ First Parteichef Winston Peters, bezeichneten die Entscheidung als wirtschaftlichen Selbstschaden, da sie einen Ausverkauf nationaler Wertschöpfung darstelle.

Der Verkauf markiert einen Wendepunkt in Neuseelands Agrarwirtschaft. Fonterra, lange Symbol nationaler Eigenständigkeit, zieht sich damit weitgehend aus dem Endverbrauchergeschäft zurück. Für internationale Marktteilnehmer, insbesondere im Lebensmittel- und Verpackungssektor, entstehen neue Kooperationsmöglichkeiten im neuseeländischen Milchsektor.

Stand: 05.12.2025

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