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Nahaufnahme mehrerer, nebeneinander liegender, eingerollter Geldscheine in verschiedenen Währungen, zum Beispiel Dollar
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Japan und Österreich: Investitionen mit Wachstumspotenzial

Österreich als Europa-Standort für japanische Firmen

Lesedauer: 3 Minuten

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28.05.2026

Der in Japan gut etablierte Standort Österreich beherbergt etwa 100 japanische Unternehmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. EUR 3,2 Mrd. Besonders der Bereich F&E-Förderungen, die geografische Lage inmitten Europas, die damit verbundene kulturelle Vielfalt vor allem in Wien sowie die Nähe zum osteuropäischen Raum, der für japanische Betriebsansiedlungen von Produktionsbetrieben interessant ist, hat zuletzt weiterhin an Attraktivität gewonnen.

Ein gutes Beispiel ist etwa der japanische Pharmariese Takeda, der bereits über drei Standorte in Österreich verfügt und zuletzt zusätzlich einen dreistelligen Millionenbetrag in einen technisch und ökologisch optimierten Neubau für die biopharmazeutische Forschung und Entwicklung (sog. Labor der Zukunft) in der Wiener Seestadt Aspern investiert hat. Das Unternehmen wurde damit zum größten Arbeitgeber Österreichs im Pharma-Bereich.

Das AußenwirtschaftsCenter Tokio veranstaltet gemeinsam mit lokalen Behörden, Handelskammern und Wirtschaftsförderungsorganisationen in den wirtschaftlichen Hochburgen Japans „Invest in Austria“-Seminare, um Österreich als attraktiven Investitionsstandort zu präsentieren. Der Standort im Herzen Europas mit Zugang wesentlichen Märkten in Mittel- und Osteuropa stößt in Japan auf Interesse.

Im Rahmen dieser Seminare werden Informationen über das Investitionsumfeld in Österreich, verschiedene Förderprogramme sowie die Vorteile Österreichs als Standort für den Zugang zum europäischen Markt vermittelt. Darüber hinaus werden Praxisbeispiele japanischer Unternehmen mit Aktivitäten in Europa vorgestellt sowie Vorträge lokaler Experten zu rechtlichen, steuerlichen und arbeitsrechtlichen Themen angeboten.

Insbesondere in den Bereichen Start-ups, Life Sciences, Green Technology und Mikroelektronik dürfte Österreich in den kommenden Jahren als europäischer Expansionsstandort für japanische Unternehmen weiter Aufmerksamkeit generieren.

Im Vergleich dazu ist die Anzahl österreichischer Firmenniederlassungen in Japan relativ betrachtet deutlich geringer als in anderen OECD-Ländern. In Zahlen gefasst bestehen derzeit weniger als EUR 300 Mio. Direktinvestitionen aus Österreich in Japan.

Chancen für Österreich

Viel Potential für japanische Investitionen in Österreich besteht etwa in der immer stärker werdenden japanischen Startup-Szene, die stärker nach Europa anstatt ausschließlich ins Silicon Valley strebt, und bei innovationssuchenden Unternehmen mit Stärken in den Bereichen Forschung und Entwicklung.

Eine Niederlassung in Japan ist vor allem Firmen zu empfehlen, die bereits am Markt vertreten sind - etwa über einen Importeur oder eine Handelsfirma -, anhand von Marktdaten aber erkennen, dass das Potential der eigenen Produkte nicht annähernd ausgenutzt wird, oder bei denen die japanische Partnerfirma aus welchen Gründen auch immer nicht mehr geeignet ist. Diese Motivationen zur Firmengründung waren auch in den letzten Jahren dominierend.

In manchen Branchen und Bereichen kann die Mischung aus öffentlichen Subventionen, gut ausgebildeten und vergleichsweise günstigen japanischen Fachkräften, relevanten Kunden und Zulieferunternehmen in Japan oder der näheren Umgebung auch für die Gründung von Endfertigungs- oder Produktionsstandorten interessant sein (z. B. Halbleiterbereich, Autozuliefererindustrie, innovative Life-Science Lösungen).

Sie haben noch Fragen zu diesem Thema?

Dann hilft Ihnen Junko Ihara (+81-3-34031777) im AußenwirtschaftsCenter Tokio gerne weiter.

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Im Vordergrund ist die Donau. Links davon ist eine Straße. Rechts davon sind Gleise für die U-Bahn. Im Hintergrund sind beleuchtete Hochhäuser, die sich in der Wasseroberfläche der Donau spiegeln
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