Schwedische Großkonzerne starten gemeinsamen KI-Supercomputer
Sferical One bündelt Rechenkapazitäten für Forschung und Industrie
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Schweden Aerospace/Sicherheit Software & ITMehrere schwedische Industrieunternehmen haben mit Sferical One einen gemeinsamen KI-Supercomputer in Betrieb genommen. Die neue Infrastruktur soll Forschung, Produktentwicklung und industrielle KI-Anwendungen beschleunigen sowie den Zugang zu leistungsfähiger Rechenkapazität sichern.
Hinter der Initiative Sferical AI stehen die Gründungsmitglieder AstraZeneca, Ericsson, Saab, SEB und Wallenberg Investments; SKF beteiligt sich als strategischer Partner. Mitte Oktober 2026 wurde der gemeinsame KI-Supercomputer Sferical One offiziell in Betrieb genommen.
KI-Rechenleistung für Forschung und Industrie
Die Unternehmen wollen den Supercomputer für unterschiedliche Anwendungsbereiche nutzen. AstraZeneca setzt auf KI zur Beschleunigung der Wirkstoffforschung, während Ericsson die Rechenleistung für den KI-gestützten Betrieb und die Optimierung von Mobilfunknetzen einsetzen will. Zum Start des Projekts waren neben den Führungskräften der beteiligten Unternehmen auch Ericsson-CEO Per Narvinger und NVIDIA-Chef Jensen Huang anwesend. Vorgestellt worden war die Initiative bereits im Mai 2025.
Gemeinsame Infrastruktur statt Einzellösungen
Technisch basiert Sferical One auf einem NVIDIA DGX SuperPOD mit den neuesten GB300-Systemen. Der Rechner ist bereits seit dem Spätsommer in Betrieb. Darüber hinaus plant Sferical AI den Aufbau weiterer Dienste auf Basis offener, multimodaler KI-Modelle von NVIDIA.
Der Ansatz unterscheidet sich von klassischen Einzelinvestitionen großer Unternehmen. Statt eigene Rechenzentren und KI-Infrastrukturen aufzubauen, teilen sich die beteiligten Unternehmen Kapazitäten, Know-how und Entwicklungskosten. Dadurch sollen KI-Projekte schneller umgesetzt und neue Anwendungen leichter skaliert werden.
Investition in Wettbewerbsfähigkeit
Für die Initiatoren ist Sferical One vor allem eine Investition in die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der schwedischen Industrie. Gemeinsame Rechenkapazitäten sollen den Zugang zu leistungsfähiger KI-Infrastruktur sichern und Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen unterstützen.
Mit dem Projekt reiht sich Schweden in einen europaweiten Trend ein: Unternehmen und öffentliche Akteure investieren zunehmend in Hochleistungsrechner und KI-Infrastrukturen, um den steigenden Bedarf an Rechenleistung zu decken und Innovationen in Schlüsseltechnologien voranzutreiben.