Serbien: Neue Protestmaßnahmen der Frächter ab September 2026 möglich
Westbalkan-Frächter drängen auf rasche EU-Lösung
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Serbien Nahrungsmittel/Softdrinks LogistikWestbalkan-Frächter fordern rasche Lösung von der EU-Kommission
Nach dem Meeting der Westbalkanfrächter am 11.8.2026 in Skopje/Nordmazedonien haben die Frächter entschieden, das für 1. September 2026 angesetzte Meeting mit der EU-Arbeitsgruppe in Brüssel abzuwarten.
Sollte es zu keinen Fortschritten kommen, wird man auf den ursprünglichen Plan, im September 2026 die Grenzen zu den EU-Nachbarländern erneut, wie im Jänner 2026, zu sperren, zurückkehren.
Wie erinnerlich, können laut EU-Aufenthaltsrecht LKW-Fahrer in einem Zeitrahmen von 6 Monaten kumulativ maximal 90 Tage die EU-Länder befahren, wobei eine Beantragung eines EU-Aufenthaltsvisums ausgeschlossen ist.
Das serbische Verkehrsministerium führt in den nächsten drei Wochen eine digitale Umfrage unter den serbischen Frächtern durch, um genauere Informationen zum Anliegen, den Obstruktionen durch das EU-Aufenthaltsrecht bzw. EES und die Anzahl der betroffenen Fahrer auszuheben.
Nordmazedonien
Interessant in diesem Zusammenhang ist die Pressemeldung des mazedonischen Transportministers vom 12.8.2026, wonach die mazedonische Regierung sich von Serbien absetzen möchte, um selbstständig eine Lösung des Frächterproblems auf Grundlage von bilateralen Abkommen mit den EU-Ländern - ohne Serbien – zu erarbeiten.
Er gab an, dass solche Abkommen bereits mit der Schweiz, Kroatien und Rumänien bestünden und dass weitere mit Österreich, Deutschland und Ungarn in Verhandlung seien, da mazedonische Frächter am meisten in diese Länder liefern.
Benötigen Sie einen Frächter für Warenlieferungen aus Serbien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien oder Montenegro in die EU, finden jedoch keinen verfügbaren Transportpartner?
Mit einer eigens geschaffenen Vermittlungsbörse unterstützt der Fachverband für Güterbeförderung der Wirtschaftskammer Österreich „Die Transporteure“ österreichische Unternehmen dabei, rasch und unkompliziert geeignete Frächter für Transporte in und aus dem Westbalkan zu finden.
Vorgeschichte zu den Grenzblockaden der Frächter
Nach der Einführung des neuen Entry/Exit-Systems (EES) stehen Transportunternehmen aus Drittstaaten vor erheblichen Herausforderungen im Zusammenhang mit den EU‑Aufenthaltsbestimmungen. Gemäß EU‑Recht dürfen Fahrer aus Nicht-EU-Ländern innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen lediglich 90 Tage im EU-Gebiet verbringen – eine Regelung, die den tatsächlichen Bedarf der Branche deutlich unterschreitet. Eine Verlängerung des Aufenthaltsrechts über ein Visum ist derzeit rechtlich nicht möglich.
Aus diesem Grund hatte der serbische Frächterverband gemeinsam mit Frächtern aus Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie weiteren Nachbarländern zu Protestmaßnahmen gegriffen und die Grenzübergänge zu EU‑Mitgliedstaaten blockiert.Die Blockaden wurden am 30.01.2026 wieder aufgehoben, nachdem die Europäische Kommission in Brüssel zugesagt hatte, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die sich mit der Erarbeitung praktikabler Lösungen für die Branche befassen soll.
Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an das AußenwirtschaftsCenter Belgrad.
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