Serbien: Angekündigte Protestmaßnahmen der Frächter bis auf Weiteres verschoben
Fortschritte in den Gesprächen zwischen der EU-Vertretung und den Westbalkan-Frächtern
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Serbien Nahrungsmittel/Softdrinks LogistikFortschritte in den Gesprächen zwischen der EU-Vertretung und den Westbalkan-Frächtern
Die für 14. September 2026 angekündigte Proteste der serbischen Frächter an den Grenzpunkten der Westbalkanländer zur EU wurden bis auf Weiteres verschoben. Grund dafür sind Fortschritte in den Gesprächen mit der EU-Vertretung in Serbien, insbesondere bei der Einführung spezieller Visa für Berufskraftfahrer aus dem Westbalkan. Kroatien hat als erstes EU-Mitglied konkrete Schritte zur Beschleunigung der Visaverfahren angekündigt; weitere Mitgliedstaaten könnten folgen. Die Proteste sind jedoch nicht abgesagt: Sollten die vereinbarten Maßnahmen nicht fristgerecht umgesetzt werden, wollen die Frächter einen neuen Termin für Grenzblockaden ansetzen.
Benötigen Sie einen Frächter für Warenlieferungen aus Serbien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien oder Montenegro in die EU, finden jedoch keinen verfügbaren Transportpartner?
Mit einer eigens geschaffenen Vermittlungsbörse unterstützt der Fachverband für Güterbeförderung der Wirtschaftskammer Österreich „Die Transporteure“ österreichische Unternehmen dabei, rasch und unkompliziert geeignete Frächter für Transporte in und aus dem Westbalkan zu finden.
Vorgeschichte zu den Grenzblockaden der Frächter
Nach der Einführung des neuen Entry/Exit-Systems (EES) stehen Transportunternehmen aus Drittstaaten vor erheblichen Herausforderungen im Zusammenhang mit den EU‑Aufenthaltsbestimmungen. Gemäß EU‑Recht dürfen Fahrer aus Nicht-EU-Ländern innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen lediglich 90 Tage im EU-Gebiet verbringen – eine Regelung, die den tatsächlichen Bedarf der Branche deutlich unterschreitet. Eine Verlängerung des Aufenthaltsrechts über ein Visum ist derzeit rechtlich nicht möglich.
Aus diesem Grund hatte der serbische Frächterverband gemeinsam mit Frächtern aus Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie weiteren Nachbarländern zu Protestmaßnahmen gegriffen und die Grenzübergänge zu EU‑Mitgliedstaaten blockiert.Die Blockaden wurden am 30.01.2026 wieder aufgehoben, nachdem die Europäische Kommission in Brüssel zugesagt hatte, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die sich mit der Erarbeitung praktikabler Lösungen für die Branche befassen soll.
Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an das AußenwirtschaftsCenter Belgrad.
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