Zum Inhalt springen
Auf einem großen Parkplatz stehen nebeneinander viele geparkte Lastkraftwagen. Neben dem Parkplatz ist eine grüne Wiese. Am Himmel sind weiße Wolken
© Nomad_Soul | stock.adobe.com

Serbien: Neue Protestmaßnahmen der Frächter ab September 2026 möglich

Bis 10. August 2026: Westbalkan-Frächter drängen auf rasche EU-Lösung

Lesedauer: 1 Minute

Einen Moment bitte. Ladevorgang läuft ...
0:00
Audio konnte nicht geladen werden. Erneut versuchen
0:00
0:00
Serbien Nahrungsmittel/Softdrinks Logistik
07.07.2026

Westbalkan-Frächter fordern rasche Lösung von der EU-Kommission

Vertreter von Frächterverbänden aus Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro sowie Nordmazedonien haben am 30.6.2026 im Rahmen einer Pressekonferenz in Belgrad ihre gemeinsame Forderung nach einer Aussetzung der 90/180-Tage-Aufenthaltsregel der EU-Länder für Berufskraftfahrer wiederholt. Wie erinnerlich, können laut EU-Aufenthaltsrecht LKW-Fahrer in einem Zeitrahmen von 6 Monaten kumulativ maximal 90 Tage die EU-Länder befahren, wobei eine Beantragung eines EU-Aufenthaltsvisums ausgeschlossen ist. Die Branche erwartet von der Europäischen Kommission bis zum 10. August 2026 einen konkreten und unmittelbar umsetzbaren Lösungsvorschlag, um die uneingeschränkte Tätigkeit von Fahrern und Transportunternehmen sicherzustellen. Sollte bis dahin keine tragfähige Lösung vorliegen, wollen die Verbände über weitere gemeinsame Maßnahmen beraten. Gleichzeitig betonten sie ihre Entschlossenheit, ihre Unternehmen und Arbeitsplätze in der Region zu erhalten und eine praktikable Regelung für den internationalen Straßengüterverkehr zu erreichen. Dies könnte ab September 2026 zu erneuten Grenzblockaden in der Region führen. Benötigen Sie einen Frächter für Warenlieferungen aus Serbien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien oder Montenegro in die EU, finden jedoch keinen verfügbaren Transportpartner?

Mit einer eigens geschaffenen Vermittlungsbörse unterstützt der Fachverband für Güterbeförderung der Wirtschaftskammer Österreich „Die Transporteure“ österreichische Unternehmen dabei, rasch und unkompliziert geeignete Frächter für Transporte in und aus dem Westbalkan zu finden.

Nähere Informationen finden Sie unter diesem Link auf dem Portal des Verbandes 

Vorgeschichte zu den Grenzblockaden der Frächter

Nach der Einführung des neuen Entry/Exit-Systems (EES) stehen Transportunternehmen aus Drittstaaten vor erheblichen Herausforderungen im Zusammenhang mit den EU‑Aufenthaltsbestimmungen. Gemäß EU‑Recht dürfen Fahrer aus Nicht-EU-Ländern innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen lediglich 90 Tage im EU-Gebiet verbringen – eine Regelung, die den tatsächlichen Bedarf der Branche deutlich unterschreitet. Eine Verlängerung des Aufenthaltsrechts über ein Visum ist derzeit rechtlich nicht möglich.

Aus diesem Grund hatte der serbische Frächterverband gemeinsam mit Frächtern aus Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie weiteren Nachbarländern zu Protestmaßnahmen gegriffen und die Grenzübergänge zu EU‑Mitgliedstaaten blockiert.Die Blockaden wurden am 30.01.2026 wieder aufgehoben, nachdem die Europäische Kommission in Brüssel zugesagt hatte, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die sich mit der Erarbeitung praktikabler Lösungen für die Branche befassen soll.

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an das AußenwirtschaftsCenter Belgrad

Weitere News und Veranstaltungstipps zu Serbien.

Marktinformationen unserer Betreuungsländer Nordmazedonien oder Montenegro.

Weitere interessante Artikel
  • Hand hält ein rot-weißes Warnschild mit Halt Grenze

    17.06.2026

    Das britische Einfuhrkontrollregime – Border Target Operating Model (BTOM)
    Weiterlesen
  • Mann putzt Maschine in einer Fleischerei

    21.05.2026

    Südkorea: Industriepolitik für alternative Proteine erleben
    Weiterlesen
  • Ansicht aus Vogelperspektive auf blaugelbe Gasröhren an sonnigem Tag

    26.05.2026

    Italien: Snam investiert 14 Milliarden Euro im Plan 2026–2030
    Weiterlesen