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Hohe Brücke über einen Fluss
© Senqu Bridge LHDA|BusinessTech

Südafrika: Senqu-Brücke eingeweiht – Meilenstein für das Lesotho Highlands Water Project

Neue Infrastruktur stärkt Wasserversorgung, Energieerzeugung und regionale Entwicklung

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Lesotho Südafrika Energieeffizienz/Green Building Logistik Verkehrsinfrastruktur/Tiefbau
Stand: 23.04.2026

Am 22. April 2026 wurde im Bezirk Mokhotlong in Lesotho die Senqu-Brücke feierlich eingeweiht, ein zentrales Element der Phase II des Lesotho Highlands Water Project (LHWP). Die Zeremonie, geleitet von Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa, König Letsie III. von Lesotho und Premierminister Samuel Matekane, markierte einen bedeutenden Fortschritt in einem der ehrgeizigsten Wasserinfrastrukturprojekte Afrikas.

Die Senqu-Brücke, mit einer Länge von 825 Metern und einer Höhe von 90 Metern, ist die längste Brücke Lesothos und die erste Extradosed-Brücke des Landes. Mit Baukosten von rund 2,4 Milliarden Rand ist sie die größte von drei Brücken, die im Rahmen der Phase II errichtet wurden. Sie verbindet Mokhotlong mit Maseru über die A1 und gewährleistet auch nach Fertigstellung des Polihali-Staudamms bei möglichen Überflutungen einen sicheren Zugang zu den umliegenden Gemeinden. 
Das LHWP ist eine mehrphasige, vertraglich vereinbarte Partnerschaft zwischen Südafrika und Lesotho, die am 24. Oktober 1986 etabliert wurde, um Fragen der Wasserversorgungssicherheit, der Energieerzeugung und der sozioökonomischen Entwicklung anzugehen

Das Projekt nutzt das Flusssystem von Orange und Senqu mithilfe eines Netzwerks aus Staudämmen und Überleitungstunneln, um das Vaal-Flusssystem in Südafrika zu versorgen, welches wiederum das wirtschaftliche Zentrum von Gauteng versorgt. Aktuell wird der Polihali-Damm, ein etwa 165 Meter hohes Stauwerk aus betonschalungsgestütztem Steinschüttdamm, sowie einen 38 Kilometer langer Überleitungstunnel, der die Stauseen Polihali und Katse verbinden wird, gebaut.
Nach Fertigstellung von Phase II wird die jährliche Wasserversorgungskapazität von 780 Millionen Kubikmetern auf 1.270 Millionen Kubikmeter pro Jahr steigen und damit die langfristige Wasserversorgungssicherheit für Südafrika erheblich stärken. Lesotho profitiert von zusätzlicher Stromproduktion aus Wasserkraft, was die nationale Energieversorgung diversifiziert und verbessert. Es wird außerdem erwartet, dass neben der Anbindung auch langfristig Mobilität, der Zugang zu Dienstleistungen und wirtschaftliche Chancen verbessert werden

Darüber hinaus schafft das Projekt Arbeitsplätze. Die Senqu-Brücke schuf rund 250.000 Personentage an Beschäftigung, mit einer Spitzenbelegschaft von etwa 1.200 Arbeitern, von denen die Mehrheit der Ethnie Basotho angehörten. 
Die Brücke stellt eine technische Meisterleistung dar, sie kombiniert Schrägseil- und vorgespannten Trägerbau und wurde mit einer schrittweisen Vertriebsmethode errichtet, um die Liefersicherheit zu erhöhen und Umweltbelastungen zu minimieren. Darüber hinaus wurde bei den Beschaffungsprozessen auf Inklusivität geachtet, indem viele black-owned Unternehmen beauftragt wurden.
Die Einweihung der Brücke verdeutlicht die Bedeutng des LHWP über die Wasserversorgung hinaus. Es ist ein Grundstein für regionale Entwicklung, wirtschaftliche Chancen und ist ein Symbol für die Bedeutung regionaler Partnerschaften zum gegenseitigen wirtscahftlichen Nutzen.

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