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Green Producing / Green Filming

Information für die Film- und Musikwirtschaft

Was bedeutet Green Filming?

Green Filming oder Green Producing bedeutet, dass Filmproduktionen auf ihren ökologischen Fußabdruck achten und Maßnahmen setzen, um umweltfreundlich zu arbeiten.

Wo liegen die Herausforderungen in der Produktionstätigkeit?

Durch hohen Stromverbrauch, viel Abfall, hohen Transportaufwand und Reisetätigkeit, viel Materialverschleiß etc. sind Dreharbeiten in der Regel sehr energieintensiv.

Wie greifen Green Filming Maßnahmen?

Einige Maßnahmen sind mit relativ wenig Aufwand umzusetzen, z.B.:

  • Konsequente Mülltrennung und Abfallvermeidung am Set
  • Austausch von energieintensiven Leuchtmitteln
  • Veränderung der Mobilität (umweltfreundliche Optionen priorisieren)
  • Verstärkte Digitalisierung und Verwendung von Recycling- und Mehrweg-Materialen im Produktionsbüro und im Catering
  • Erhöhte Nutzung von Second Hand Ware bei Kostüm und Szenenbild
  • Beauftragung nachhaltiger Diensteanbieter

Andere Maßnahmen sind kostenintensiv und bedürfen entsprechender Ressourcen auch in verbundenen Branchen, zumindest in der Umstellungsphase:

  •  Beschäftigung eines Green Consultant für jedes Projekt
  • Kommunikation mit Team, Dienstleister*innen, Zulieferbetrieben
  • Ausschließlich regionales, biologisches Catering
  • Aufrüsten der Catering-Fahrzeuge (Geschirrspüler, etc.)
  • Organisieren von Car-Sharing und Transport-Pools

Wie ist der Status Quo bei Green Filming in Österreich?

Seit Anfang 2021 fördern die Filmförderstellen Österreichisches Filminstitut (ÖFI), FISA (Filmstandort Austria), BMKÖS (Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport) und Filmfonds Wien (FFW) auf Basis der Kriterien des Umweltzeichens. Aufgrund noch fehlender Infrastruktur und Knowhow gibt es derzeit eine Übergangsfrist. Ziel der Investitionsprämie ist es, Infrastruktur und Knowhow rasch zu implementieren und dadurch die Zahl der nachhaltigen Produktionen in Österreich zügig zu steigern.

Seit 2017 ist das Österreichische Umweltweltzeichen für Film und Fernsehen im BMK etabliert. Die Zertifizierung ist umfangreich und kostenintensiv. In der Praxis wird sie noch zu wenig umgesetzt, auch weil die Infrastruktur zum Teil noch fehlt. Ziel ist, dass die Zahl der nachhaltigen Produktionen in Österreich dank der Green Filming Prämie konstant ansteigt.

Um Green Filming möglichst rasch in der Produktionskultur zu verankern und das nötige Know-how zu vermitteln, werden Weiterbildungsmaßnahmen gezielt gefördert. Etwaige Mehrkosten für die Berücksichtigung der neuen Qualitätsstandards sollen grundsätzlich förderfähig sein.

Die Einbindung aller Filmförderungsanstalten (Bund und Land), sowie die professionelle Ausbildung (Green Consultants) und Weiterbildung (Team-Mitglieder), wie sie die Lower Austrian Film Commission anbietet, ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung klimafreundlicher Maßnahmen in Österreich.

Auch bedarf es der Einrichtung einer brancheninternen Anlaufstelle, die die Filmproduktionen laufend berät und evaluiert.

Green Producing hätte ein Multiplikator-Effekt auf Zulieferbranchen (z.B. Hotellerie, Gastronomie, Abfallwirtschaft, KFZ- und Equipment-Verleiher), da die österreichische Filmwirtschaft hohe Wertschöpfung in verbundenen Branchen auslöst. Die erhöhte Nachfrage an nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen würde zu einem Ausbau der nachhaltigen für Film und verbundene Wirtschaftszweige in Österreich führen.

Auszüge aus dem WKÖ/WKW Papier „Green Bonus für die Investitionsprämie Film“