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Green Producing / Green Filming

Basisinformationen für die Film- und Musikwirtschaft

Wirtschaftsanalysten erkennen die Verstärkung des Trends zu mehr Nachhaltigkeit als Folge der Corona-Pandemie. Die daraus entstandenen neuen Bedingungen erfordern mehr als zuvor innovative Modelle und Arbeitskonzepte. Auch die beschleunigte Digitalisierung durch die Lockdowns treibt die Nachhaltigkeit in der Wirtschaft weiter voran.

Was bedeutet Green Producing?

Green Producing bedeutet, dass Film- und Ton/Musikproduktionen auf ihren ökologischen Fußabdruck achten und Maßnahmen setzen, um umweltfreundlich und ressourcenschonend zu arbeiten. Das fängt bereits an fixen Standorten an, wie Tonstudios, Animationsstudios und Büros.

Wieso ist Green Producing für die Film- und Musikwirtschaft relevant?

Abgesehen von der Dringlichkeit des Klimawandels und den wachsenden Erwartungen der Konsumenten (des Publikums!) in Richtung nachhaltige Produktionsweisen, ist ein wesentlicher Treiber der Initiative die Branche selbst.

In der Musikbranche wollen Bands zunehmend ihre Auftritte und Vertriebswege „green“ gestalten. Unternehmen bekennen sich zunehmend zu einer Selbstverpflichtung für das Klima.

In der Filmbranche etablieren inländische und ausländische Auftraggeber und Koproduktionspartner der österreichischen Filmwirtschaft (zum Beispiel Fernsehsender) verpflichtende Green-Kriterien für die Produktion. Darüber hinaus setzen öffentliche Förderinstitutionen Anreize für ökologisches Filmemachen und vergeben mehr Fördergelder für Projekte, die umweltfreundliche Praktiken anwenden.

Das führt dazu, dass Nachhaltigkeit sich rasant zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor entwickelt.

Green Producing hat auch einen Multiplikator-Effekt auf Zulieferbranchen (z.B. Hotellerie, Gastronomie, Abfallwirtschaft, KFZ- und Equipment-Verleiher), da die österreichische Film- und Musikwirtschaft hohe Wertschöpfung in verbundenen Branchen auslöst. Die erhöhte Nachfrage an nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen wird zu einem Ausbau der nachhaltigen für Film und verbundene Wirtschaftszweige in Österreich führen.

Anbieter und Kooperationspartner finden

Was sind die Voraussetzungen für Green Producing?

Am wichtigsten sind Veränderungen in der Einstellung und im Verhalten aller handelnden und betroffenen Personen. Die Stärken der Film- und Musikwirtschaft: Flexibilität, Kreativität, Teamarbeit und Planung sind der Schlüssel zum Erfolg!

Weiterführende Informationen finden Sie unten unter Links … und wenn Sie nicht weiter wissen, holen Sie sich Hilfe / Beratung.

Wo liegen die Herausforderungen in der Produktionstätigkeit?

Durch hohen Stromverbrauch, viel Abfall, hohen Transportaufwand und Reisetätigkeit, viel Materialverschleiß etc. sind Arbeitsprozesse im Zusammenhang mit Film- und Tonaufnahmen, Konzerten und Musiktours in der Regel sehr energieintensiv.

Wie greifen Green Producing Maßnahmen?

Einige Maßnahmen sind mit relativ wenig Aufwand umzusetzen, sowohl in den eigenen Betriebsräumlichkeiten und Büroinfrastruktur (Produktionsbüro, Tonstudio) als auch unterwegs, z.B.:

  • Konsequente Mülltrennung und Abfallvermeidung 
  • Austausch von energieintensiven Leuchtmitteln
  • Veränderung der Mobilität (umweltfreundliche Optionen priorisieren)
  • Verstärkte Digitalisierung und Verwendung von Recycling- und Mehrweg-Materialen im Produktionsbüro und im Catering
  • Erhöhte Nutzung von Second Hand Ware bei Kostüm und Szenenbild
  • Beauftragung nachhaltiger Diensteanbieter
  • Bezug von ökologischer Energie (Tipps)
  • Optimierung der Logistik

Siehe auch Energieeffizienz-Tipps für Unternehmen

Andere Maßnahmen sind kostenintensiver und bedürfen entsprechender Ressourcen auch in verbundenen Branchen, zumindest in der Umstellungsphase:

  • Beauftragung eines Green Consultants für Projekte, abr auch Standortoptimierung
  • Kommunikation mit Team, Dienstleister*innen, Zulieferbetrieben
  • Ausschließlich saisonales, regionales und biologisches Catering
  • Organisieren von Car-Sharing und Transport-Pools
  • Adaptierung des Fuhrparks mit umweltfreundlichen Fahrzeugen
  • Projektzertifizierung mit dem Umweltzeichen (Film: UZ 76, Event: UZ 62)

Siehe auch den Leitfaden „Nachhaltigkeit im Unternehmen“

Gibt es Förderungen für Green Producing in Österreich?

Seit Anfang 2021 werden Mehrkosten für nachhaltige Produktion auf Basis der Kriterien des Umweltzeichens UZ 76 grundsätzlich anerkannt. Filmförderstellen Österreichisches Filminstitut (ÖFI), FISA (Filmstandort Austria), BMKÖS (Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport) und Filmfonds Wien (FFW) haben ihre Förderrichtlinien entsprechend adaptiert. Ziel ist, dass die Zahl der nachhaltigen Produktionen in Österreich konstant ansteigt.

Förderungen für Grüne Filmproduktionen

Um Green Filming möglichst rasch in der Produktionskultur zu verankern und das nötige Know-how zu vermitteln, werden Weiterbildungsmaßnahmen gezielt gefördert.

Allgemein bieten Bund und Länder eine Reihe an Umweltförderungen und gewisse Steuernachlässe für Energiesparen, Fahrzeuge, Gebäude, Mobilitätsmanagement, Strom und Wärme.

Wie kann ich mir formelles Green Producing Wissen aneignen?

Die Einbindung aller Filmförderungsanstalten (Bund und Land), sowie die professionelle Ausbildung (Green Consultants) und Weiterbildung (Team-Mitglieder) ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung klimafreundlicher Maßnahmen in Österreich.

Die Geschäftsstelle des Fachverbands der Film- und Musikwirtschaft unterstützt die Anliegen seiner Mitgliedsunternehmen in der Aneignung von Know-how zu Green Producing durch die Entwicklung eines Weiterbildungs-, bzw Zertifizierungsprogramms im WIFI für Fachpersonal und EPUs.

>>Alle relevanten Informationen und Dokumente zum Certified Green Consultant Medien/Kultur | WIFI Österreich

Dank der internationalen Anerkennung der ISO-Zertifizierung können WIFI-zertifizierte Green Consultants auch bei grenzübergreifenden Koproduktionen tätig sein. Vorgesehen ist auch die Begleitung von mehreren überlappenden Projekten.

 

 

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