th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Pauschalreiseverordnung

gültig ab 29.9.2018

Nach jahrelangen und zähen Verhandlungen hat das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) nun die neue Pauschalreiseverordnung finalisiert. 

Die Neuregelung war durch die Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie notwendig geworden, die strengere Regelungen für die Insolvenzabsicherung vorsieht. 

Die Umsetzungspläne des Ministeriums sind in der Branche vor allem deshalb auf massive Kritik gestoßen, weil neben einer Ausweitung der Umsatzdefinition auf den Gesamtumsatz auch eine markante Erhöhung des abzusichernden Prozentsatzes (urspr. auf 30 Prozent!) im Entwurf auf 20 Prozent, bzw. für Spitzenmonate auf 50 Prozent vorgesehen war. 

Der Fachverband hat bis zuletzt für eine unternehmerfreundliche Lösung gekämpft und konnte gegenüber dem Begutachtungsentwurf vom Sommer dieses Jahres in einigen Punkten noch Verbesserungen erreichen. Leider hat sich das Ministerium aber vor allem beim Absicherungsprozentsatz nicht mehr viel bewegt.

Die Verbesserungen im Detail: 

  • Als maßgeblicher Umsatz heranzuziehen ist nicht der Gesamtumsatz des Unternehmens, sondern der Umsatz aus der Veranstaltung von Pauschalreisen bzw. der Vermittlung verbundener Reiseleistungen. 
  • Der Absicherungsprozentsatz beträgt entgegen den ursprünglichen Plänen 18 Prozent. 
  • Spitzenmonat: anstelle der obligaten 50 Prozent haben Veranstalter, die in einem Spitzenmonat mehr als EUR 1 Mio. Umsatz machen die Optionsmöglichkeit, in die allgemein gültige, prozentuell niedrigere Absicherung wechseln zu können. Dh. sie müssen dann 18 Prozent (mind. 500.000 Euro) des diesbezüglichen Jahresumsatzes aus der Veranstaltung von Pauschalreisen und Vermittlung verbundener Reiseleistungen und nicht mehr 50 Prozent des maßgeblichen Umsatzes des Spitzenmonats absichern. 
  • Höhere Anzahlungen als 20 Prozent möglich: Für Betriebe, die eine betragsmäßig unbeschränkte Risikoabdeckung gemeldet haben, gilt die Beschränkung bei den Anzahlungen nicht. Sie können auch höhere Anzahlungen als 20 Prozent entgegennehmen. Diese Möglichkeit hat der Fachverband in den Verhandlungen immer wieder gefordert, um den Reiseunternehmen die notwendige Liquidität zurückzugeben und so die Verschärfung der Insolvenzabsicherung abzumildern. 

Ein Merkblatt zur Pauschalreiseverordnung finden Sie hier.

Versicherungslösungen zur Insolvenzabsicherung 

Parallel zu den Verhandlungen mit dem Ministerium wurden vom Fachverband auch ausführliche Gespräche mit den wesentlichen Versicherungsunternehmungen geführt, um Reiseveranstaltern und Reisebüros möglichst kostengünstige und unbürokratische Lösungen für die Insolvenzabsicherung anbieten zu können. Auch wurde eine Fondslösung angedacht, die jedoch rechtlich und operativ große Fragezeichen aufwirft. 

Tourismusversicherungsagentur (ÖHT/HDI)

Ein guter Erfolg ist, dass die von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) mit dem Versicherer HDI erarbeitete Lösung für die Hotellerie in jeweils adaptierter Form nun auch auf Reisebüros und Reiseveranstalter ausgedehnt wird und das Ministerium überzeugt werden konnte, diese und gleichgelagerte Lösungen mit weniger Administration und höheren Anzahlungsmöglichkeiten zu verknüpfen. 

Zwei verschiedene Arten von Insolvenzversicherungen werden für Reisebüros bzw. Reiseveranstalter angeboten:

1. Reisebüro-Versicherung
Versicherbar ist der Umsatz verbundener Reiseleistungen sowie Gelegenheitsveranstaltungen.

Die Versicherung kann unter folgenden Bedingungen rasch und unkompliziert und ohne weitere Sicherstellung über die Homepage www.tourismusversicherung.at abgeschlossen werden:

  • Der versicherungsrelevante Umsatz (Veranstalterumsatz und verbundene Reiseleistungen) beträgt maximal 500.000 Euro.
  • Der versicherungsrelevante Umsatz beträgt maximal 50 % vom Gesamtumsatz

Falls Sie diese Werte überschreiten, wenden Sie sich bitte an die Tourismusversicherungsagentur. Man wird Ihnen dann ein individuelles Angebot anhand Ihrer Daten zukommen lassen. 

2. Reiseveranstalter-Versicherung
Wenden Sie sich bitte an die Tourismusversicherungsagentur. Man wird Ihnen dann ein individuelles Angebot anhand Ihrer Daten zukommen lassen. Benötigt werden neben der Selbstauskunft eine aktuelle Bilanz sowie ein KSV oder Basel III Rating. Laut Auskunft der Versicherung ist die Höhe der Prämie abhängig von der Bonität und beginnt bei 0,165 % des relevanten (Veranstalter-)Umsatzes inkl. Versicherungssteuer. Für den Abschluss wird zusätzlich eine Sicherstellung verlangt, z.B. in Form einer Bankgarantie in geringer Höhe (ca. 3 % des relevanten Umsatzes).

Für beide Versicherungsvarianten gilt:

  • Die „Abwicklung im Insolvenzfall“ ist in der Prämie inkludiert
  • Unbeschränkte Risikoabdeckung
  • keine Folgemeldungen an das Ministerium
  • Annahme von mehr als 20 % Anzahlung möglich

FAQs zum Angebot finden Sie unter: https://www.tourismusversicherung.at/faq/

Kontakt:
Gerhard Ulmer
Tel: +43 (0)1 / 361 90 77-0
Mail: office@tourismusversicherung.at
Web: www.tourismusversicherung.at

Care Consult (Zurich Gruppe Deutschland)

Der Versicherungsmakler Care Consult bietet gemeinsam mit der Zurich Gruppe Deutschland eine interessante Versicherungslösung. 

Travelsafe Insolvenzversicherung für Reiseunternehmen in Österreich

Detaillierte Informationen finden Sie unter "www.travelsafe-24.de". Telefonische Anfragen unter: 0049 851 52152 - Anfragen per mail unter: info@travelsafe.de 

Cover Direct Versicherungsmakler

Auch der Versicherungsmakler Cover Direct bietet entsprechende Angebote.


Sollten Sie selbst eine Insolvenzabsicherung anbieten wollen, schreiben Sie uns unter reisebueros@wko.at.