Webseminar „Selbständigkeit im demografischen Wandel“ – 5. Mai 2026
Neue Daten zeigen, wie sich der demografische Wandel auf Selbständige in Österreich auswirkt.
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Am 5. Mai 2026 lud die Charta der Vielfalt zu einem Webseminar ein, das die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Arbeitswelt beleuchtete – mit besonderem Fokus auf die Altersstruktur selbstständig Beschäftigter in Österreich. Guido Miklautsch, Leiter des Netzwerkmanagements der Wirtschaftskammer Wien, moderierte die Veranstaltung und führte die Teilnehmenden durch das Programm.
Im Zentrum stand der Impulsvortrag von Mag. Julia Bock-Schappelwein vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO). Sie präsentierte aktuelle Daten zur Bevölkerungsentwicklung, zu regionalen Unterschieden sowie zu geschlechts- und branchenspezifischen Strukturen.
Deutlich wurde, dass die Erwerbsbevölkerung in vielen Bundesländern langfristig schrumpft und Selbständige im Durchschnitt älter sind als unselbständig Beschäftigte. Besonders hohe Anteile älterer Selbständiger finden sich in ländlichen Regionen und in traditionellen Branchen wie Bau, Handel oder Landwirtschaft.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den unterschiedlichen Altersprofilen in den Bundesländern und Branchen. Während Wien eine vergleichsweise junge Struktur aufweist, altern andere Regionen deutlich schneller. Wissensintensive Dienstleistungen und kreative Berufe zeigen jüngere Altersprofile, wohingegen Gewerbe- und Gesundheitsbereiche stärker von älteren Selbständigen geprägt sind.
Im Anschluss an den Vortrag führte Guido Miklautsch ein vertiefendes Gespräch mit der Referentin über die Herausforderungen und Chancen, die der demografische Wandel für die Selbständigkeit in Österreich mit sich bringt.
Dabei standen Fragen zur Zukunft der Selbständigkeit im Mittelpunkt, welche Chancen Digitalisierung und KI eröffnen und welche politischen Rahmenbedingungen notwendig sind, um Unternehmen und Regionen im demografischen Wandel zu stärken.