Neues Berufsbild Industrial Design stärkt Branche mit klaren Standards
Bundessprecher Severin Filek: Berufsbild schafft einheitliche Rahmenbedingungen und stärkt das gemeinsame Verständnis darüber, was Industrial Design leistet
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Was Industrial Designer:innen leisten
Das Berufsbild beschreibt die Tätigkeitsfelder, Arbeitsmethoden sowie die berufsrechtlichen Rahmenbedingungen von Industrial Designer:innen und schafft damit eine zeitgemäße Orientierung für Unternehmen, Auftraggeber:innen und die Branche selbst.
Industrial Design umfasst die Entwicklung und Gestaltung von Produkten hinsichtlich Form, Material, Farbe und Oberflächenbeschaffenheit unter Berücksichtigung von Nutzerbedürfnissen, Marktanforderungen, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Im Berufsbild wird der eigenständige Beitrag von Industrial Designer:innen im Innovations- und Entwicklungsprozess klar dargestellt und werden zugleich die Grenzen zu anderen Berufsgruppen und Gewerben definiert.
Ein modernes Berufsbild für mehr Klarheit
"Mit dem Inkrafttreten dieses Berufsbildes ist ein wichtiger Meilenstein für die österreichische Industrial-Design-Branche erreicht. Erstmals liegt eine umfassende und zeitgemäße Beschreibung unseres Berufsstandes vor, die sowohl die Vielfalt unserer Leistungen als auch deren Bedeutung für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Produktentwicklung sichtbar macht", freut sich der Bundessprecher der Berufsgruppe Industrial Design im FV der gewerblichen Dienstleister, Prof. Mag. Severin Filek.
Besonders hervorzuheben sei die klare Definition der beruflichen Tätigkeiten entlang des gesamten Designprozesses – von der Analyse und Konzeption über die Entwicklung von Entwürfen bis hin zur gestalterischen Begleitung der Produktrealisierung. Darüber hinaus werde dem wachsenden Stellenwert von Kreislaufwirtschaft und nachhaltigem Design Rechnung getragen, die heute zu den zentralen Aufgaben moderner Produktgestaltung zählen.
Orientierung für Unternehmen und Auftraggeber
"Das neue Berufsbild schafft einheitliche Rahmenbedingungen und stärkt das gemeinsame Verständnis darüber, was Industrial Design leistet. Es bietet unseren Mitgliedern Orientierung, unterstützt die Kommunikation mit Auftraggeberinnen und Auftraggebern und erhöht die Sichtbarkeit einer Branche, die maßgeblich zur Entwicklung zukunftsfähiger Produkte und Lösungen beiträgt", so der Bundessprecher weiter.
Das Berufsbild soll zugleich das berufliche Selbstverständnis fördern, den Umfang der gewerblichen Tätigkeit transparent machen und als Grundlage für die Information von Kundinnen und Kunden dienen. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur Positionierung des Industrial Designs als eigenständige und bedeutende Disziplin innerhalb der österreichischen Kreativwirtschaft.