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Weiße Wolke aus Papier mit nach unten kragenden Pfeilen, im Inneren Schriftzug CO2 ausgeschnitten, auf grünem Hintergrund
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Neue Technologie holt CO2 aus Atmosphäre

Mit der Austrian Pilot Unit 1 startet eine kompakte Anlage zur CO₂-Abscheidung direkt aus der Umgebungsluft. Der Prototyp filtert jährlich 50 Tonnen CO₂ bei niedrigerem Energiebedarf.

Lesedauer: 1 Minute

02.12.2025

Die neu entwickelte Anlage, Austrian Pilot Unit 1 (APU1), wurde letzten Sommer in Betrieb genommen und wird nun sukzessive weiterentwickelt und skaliert. Der neuentwickelte Prototyp in Größe eines Lastwagencontainers holt pro Jahr 50 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre mit einem niedrigen Energiebedarf von 2000 Kilowattstunden pro Tonne.

Einzelne Einheiten können etwa von kleineren Firmen oder privaten Initiativen genutzt werden, größere Unternehmen könnten aus vielen Modulen eine Großanlage zusammenstellen. Der nächste Schritt ist die Errichtung einer 1.000-Tonnen-Anlage, um Module für einen kommerziellen Maßstab zu entwickeln.

Bestimmte Materialien, beispielsweise Amine, können CO2 aus der Luft an sich binden. Man verwendet das Material in feinkörniger Form, Luft wird durchgepumpt und dabei fast vollständig von CO2 befreit. Sobald das Filtermaterial gesättigt ist, muss das gebundene CO2 entfernt und gespeichert werden. Dafür wird das Filtermaterial erhitzt, was einen großen Teil des Gesamtenergiebedarfs der Anlage ausmacht. Das regenerierte Material kann anschließend wieder zur Filtration eingesetzt werden.

In bisherigen Anlagen fanden beide Schritte – das Filtern und das Regenerieren – am selben Ort statt. Dadurch geht Energie verloren, weil nicht nur das Filtermaterial, sondern auch die Behälter und die technischen Vorrichtungen in jedem Zyklus aufgeheizt werden. Um diesem Energieverlust zu begegnen wurde eine Technologie entwickelt, bei der das Filtermaterial automatisch zwischen einem heißen und einem kalten Behälter hin und her geschickt wird.

APU1 eignet sich ausgezeichnet für die Kopplung mit Energieanlagen, die Wärme produzieren. Gerade Niedrigtemperatur-Abwärme, wie die neue Anlage sie benötigt, wird heute oft nicht genutzt, sondern einfach als Abwärme in die Umgebung entlassen.

Das Ziel ist, eine kompakte, skalierbare Technologie anzubieten, die nach individuellem Bedarf installiert werden kann.

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