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© Helge Bauer

4. Kärntner Wasserstoffgipfel: Grüner Wasserstoff als Schlüssel für Industrie und Klimaziele

Im Lakeside Park diskutierten mehr als 180 hochkarätige Teilnehmer:innen, wie sich Kärnten weiterhin als attraktiver Standort für die Wasserstoffwirtschaft positioniert – mit dem Ziel, Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz miteinander zu verbinden.

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Aktualisiert am 02.03.2026

Beim 4. Kärntner Wasserstoffgipfel im Lakeside Park wurde deutlich: Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für die Energie- und Industrietransformation. Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten, wie der Hochlauf so gestaltet werden kann, dass Industrie, Standort und Klimaziele gleichermaßen profitieren. 

Die österreichische Wirtschaft benötigt jährlich rund 133.000 Tonnen Wasserstoff (4,5 TWh). Derzeit stammen jedoch 99 Prozent aus Erdgas – und sind damit nur zu einem Prozent grün. Eine Tonne fossiler Wasserstoff verursacht rund zwölf Tonnen CO₂. Der Ausbau von grünem Wasserstoff ist daher entscheidend, um Emissionen zu senken, Strafzahlungen zu vermeiden und die heimische Energieversorgung abzusichern. Für eine erfolgreiche Umsetzung braucht es laut Expert:innen vor allem ein Wasserstoff-Startnetz für Industrie und Logistik sowie eine Anschubfinanzierung durch den Bund. Gleichzeitig werden die Technologien – ähnlich wie bei der Photovoltaik – laufend effizienter und wirtschaftlich konkurrenzfähiger. 

Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig betonte die strategische Bedeutung: „Durch den Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff als Energieträger und Treibstoff können Emissionen in Industrie und Mobilität erheblich gesenkt werden. Dadurch verringert sich unsere Abhängigkeit von fossilen Importen und durch die heimische Produktion von Wasserstoff entsteht bedeutende Wertschöpfung.“ 

Im Rahmen des Projekts „Hydrogen Industrial Inland Valley“ (HI2 Valley) konnten bereits fünf Pilotprojekte mit einem Investitionsvolumen von 54 Millionen Euro nach Kärnten geholt werden. Zusätzlich stellt das Land heuer ein Impulsbudget von einer Million Euro für innovative Wasserstoffprojekte bereit. Herwig Draxler, Leiter der Wirtschaftspolitik in der Wirtschaftskammer Kärnten, unterstrich die Bedeutung für den Standort: „Wasserstoff ist ein zentrales Zukunftsthema für unsere Industrie. Wer energieintensive Produktion in Österreich halten will, braucht eine funktionierende Infrastruktur und klare Rahmenbedingungen. Grüner Wasserstoff stärkt Wertschöpfung und Versorgungssicherheit gleichermaßen.“  

Mit rund 180 Teilnehmer:innen verzeichnete der Gipfel eine Rekordbeteiligung – ein starkes Signal für das Potenzial dieser Schlüsseltechnologie.

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