Flugzeug am Boden
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Airport Klagenfurt: Abflug für weitere leere Versprechungen 

Endlich auf zu neuen Horizonten, was die anhaltende Schieflage des Airport Klagenfurt betrifft: Die WK-Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft fordert, die beim Anteilsverkauf festgelegten Schritte zu setzen, um weiteren drohenden Schaden für Kärnten zu verhindern und damit endlich für Klarheit zu sorgen.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 13.03.2023

Ab 6. März 2023 ist die Flugverbindung von Klagenfurt nach Köln also auch Geschichte, wie Eurowings bestätigt hat. „Die Kommunikation läuft seitens des teilprivatisierten Flughafens sehr unglücklich. Kärntens Hotellerie erfuhr über die eingestellte Route von ihren Gästen, das kann es nicht sein“, kritisiert Josef Petritsch, Obmann der Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft der WK Kärnten.


Positive Tourismuszahlen auch ohne Airport

Für das Kärntner Incoming habe der Airport Klagenfurt — nicht nur wegen fehlender internationaler Anbindung — ohnehin keine große Relevanz, unabhängig von der ungebrochen großen Reiselust nach Kärnten aus allen Herkunftsmärkten: „Die Anreise erfolgt hauptsächlich erdgebunden. Der Koralmtunnel wird diese Tatsache weiter verfestigen, genauso wie das damit verbundene Argument der CO2 -Einsparung.“

Flugzeug in der Luft, Wolken und blauer Himmel
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Leere Worthülse

Auch schon vor Pandemiezeiten seien maximal 1,5 % der Kärntner Gäste mit dem Flugzeug angereist. Beim Outgoing spiele der Airport Klagenfurt ohnedies keine große Rolle, da mit Köln jetzt einer der letzten internationalen Hubs wegfalle und die Route Klagenfurt-Wien wegen geringer Passagierzahlen viel zu oft gecancelt werde. Bezüglich der Verbindungen nach Frankfurt und München sei es bisher ebenfalls bei leeren Worthülsen geblieben, bedauert Petritsch: „Umso attraktiver sind und bleiben die Flughäfen Laibach, Graz, Salzburg und Venedig.“


Tourismus will Klarheit

Die Reisenden, aber auch die Tourismuswirtschaft müsse sich verlassen können auf die Aussagen des Investors. Längst hätte auch die Bilanz die Grundlage für Entscheidungen sein sollen, mahnt Petritsch: „Mit nicht enden wollenden Diskussionen und leeren Versprechungen muss irgendwann Schluss sein. Wir fordern die Verantwortlichen daher auf, endlich jene Schritte zu setzen, die für das Nicht erreichen der Passagierzahlen von Land und Mehrheitseigentümer festgelegt wurden, und damit für Klarheit zu sorgen.“



Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Wolfgang Kuttnig, M.A.S.
0043 05 90 90 4-600
wolfgang.kuttnig@wkk.or.at
W www.kaerntnerwirtschaft.at
www.wko.at/ktn


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