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Gruppenfoto vor selbstfahrenden Bus am Bahnhof Weststeiermark
© WKODL

AREA Süd: Autonome Mobilität als Zukunftsprojekt

Bei einer bezirks- und länderübergreifenden Sitzung der Wirtschaftskammer in Deutschlandsberg stand die Mobilität der Zukunft im Mittelpunkt. Mit dem Projekt „ROBERTA“ soll entlang der Koralmbahn ein innovatives Zubringersystem entstehen, das den ländlichen Raum nachhaltig stärkt.

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Aktualisiert am 03.03.2026

Die WK-Regional- und Bezirksstellenausschüsse Deutschlandsberg, Voitsberg, Murtal (Steiermark) sowie Wolfsberg und Völkermarkt (Kärnten) trafen sich zu einer bezirks- und länderübergreifenden Sitzung in der Weststeiermark. Im Zentrum des Treffens standen innovative Mobilitätslösungen und die gezielte wirtschaftliche Vernetzung der Regionen. Mit dabei waren Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom und Willibald Ehrenhöfer, Landesrat für Wirtschaft, Arbeit, Finanzen, Wissenschaft und Forschung. Gemeinsam mit den WK-Regional- und Bezirksstellenobleuten unterstrichen sie die Bedeutung moderner Infrastrukturprojekte für die Wettbewerbsfähigkeit des ländlichen Raums. 

Testfahrt mit selbstfahrendem Bus

Ein besonderer Höhepunkt war die erste gemeinsame Testfahrt mit einem autonomen Bus. Das Pilotprojekt zeigt, wie selbstfahrende, elektrisch betriebene Fahrzeuge künftig die „letzte Meile“ effizient und klimafreundlich erschließen können – insbesondere zwischen Bahnhöfen, Ortszentren und Betriebsstandorten. Das Projekt mit dem Namen „ROBERTA“ wird auch im Lavanttal umgesetzt und stärkt somit die regionale Anbindung. 

Hintergrund zum Projekt „ROBERTA“

„ROBERTA – Real World Automated Bus opERaTion Austria“ ist ein bundesweites Pilotprojekt, das darauf abzielt, automatisierte Busse schrittweise in den öffentlichen Linienverkehr zu integrieren. Ab Ende 2027 bzw. Anfang 2028 sollen in vier Pilotregionen – darunter im Umfeld der Koralmbahn in Kärnten und der Steiermark – autonome Busse regulär im Einsatz sein. In der Einführungsphase wird noch Sicherheitspersonal an Bord sein, langfristig ist jedoch ein fahrerloser Betrieb vorgesehen. Ziel ist es, Vertrauen in neue Technologien aufzubauen und die Bevölkerung frühzeitig an automatisierte Mobilitätslösungen heranzuführen. Gerade für den Bezirk Wolfsberg eröffnet diese Entwicklung große Chancen, da innovative Zubringersysteme die Anbindung an die neue Hochleistungsstrecke nachhaltig stärken werden. 

Zukunftsprojekt „ROBERTA“ im Lavanttal

„Die Testfahrt mit dem autonomen Bus zeigte eindrucksvoll, wie Mobilität der Zukunft im ländlichen Raum funktionieren kann“, betonte Gerhard Oswald, WK-Bezirksstellenobmann von Wolfsberg. „Technologie darf kein Selbstzweck sein – sie muss konkrete Verbesserungen für Betriebe und Pendler bringen.“ Auf Kärntner Seite ist ein selbstfahrender Bus als sinnvolle Pilotverbindung zwischen dem Bahnhof St. Paul, St. Paul Zentrum und St. Andrä im Lavanttal geplant. Entlang dieser Strecke kann die Anbindung an den öffentlichen Verkehr gezielt gestärkt und die Erreichbarkeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nachhaltig verbessert werden. 

Zusammenarbeit und Vernetzung in der AREA Süd

Rudolf Bredschneider, WK-Bezirksstellenobmann von Völkermarkt, unterstrich die Bedeutung der gemeinsamen Initiative: „Diese Zusammenarbeit über Bezirks- und Landesgrenzen hinweg ist ein starkes Signal. Wenn wir unsere Regionen strategisch vernetzen, schaffen wir neue Entwicklungschancen.“ Der autonome Bus stehe dabei sinnbildlich für das Potenzial, das entsteht, wenn Innovation, politische Unterstützung und wirtschaftliche Notwendigkeit gezielt zusammenwirken.  

Im Rahmen der Sitzung fand zudem ein Betriebsbesuch bei Alois Mochart, dem Geschäftsführer der MHS-Montagesysteme für Heizung und Sanitär GmbH in Stainz statt. Das Unternehmen steht unter dem Leitgedanken „Mehr Wasser. Mehr Leben.“ und verbindet Innovationskraft mit nachhaltiger Gebäudetechnik und regionaler Wertschöpfung.  

Die bezirksübergreifende Sitzung hat damit erneut deutlich gemacht, dass die Zukunft dort entsteht, wo Regionen kooperieren, Projekte gemeinsam vorantreiben und Standortfragen aktiv gestalten.

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