Keine Grundsatzdiskussion über B317-Sicherheitsausbau
Die Wirtschaft fordert die Umsetzung der zwischen Land und Bund vereinbarten Lösung. Eine neue Grundsatzdebatte darf das Projekt nicht verzögern.
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Nach jahrzehntelangen Diskussionen und einer schweren Unfallbilanz gibt es endlich eine vereinbarte Lösung für den Sicherheitsausbau der B317. Im April einigten sich nach intensiven Bemühungen von LHStv. Martin Gruber das Land mit Verkehrsminister Peter Hanke auf einen vierspurigen Ausbau mit Mitteltrennung zwischen St. Veit-Nord und Friesach. Der Baubeginn ist ab 2032 in mehreren Etappen geplant.
Die heute von zwei Verkehrsexperten der TU Wien öffentlich geäußerte Kritik und der Vorschlag, die B317 stattdessen abschnittsweise dreispurig nach schwedischem Modell zu führen, stoßen bei der Wirtschaft im Bezirk St. Veit auf deutliche Ablehnung. „Die Region hat jahrzehntelang auf eine Lösung gewartet. Jetzt gibt es endlich eine konkrete Vereinbarung und einen klaren Weg für den Sicherheitsausbau. Wer zu diesem Zeitpunkt wieder eine Grundsatzdiskussion beginnt, riskiert vor allem eines: weitere Verzögerungen. Das können und wollen wir uns nicht mehr leisten“, betont WK-Bezirksstellenobmann Walter Sabitzer.
Sicherheit und Erreichbarkeit entscheidend
Für die regionale Wirtschaft ist die B317 eine zentrale Verkehrsverbindung. Sie verbindet Mittelkärnten mit der Steiermark und ist für Pendler:innen, Betriebe und den Lieferverkehr von großer Bedeutung. Offizielle Verkehrszählungen des Landes weisen je nach Abschnitt rund 10.000 bis 15.000 Fahrzeuge pro Tag aus. Hinzu kommt die Sicherheitsfrage: Auf der Strecke kam es über Jahre immer wieder zu schweren und auch tödlichen Verkehrsunfällen. „Wir sprechen hier nicht über irgendein Straßenbauprojekt. Tausende Menschen nutzen diese Verbindung jeden Tag. Für sie geht es um Sicherheit, für unsere Betriebe zusätzlich um verlässliche Erreichbarkeit und funktionierende Verkehrswege. Der vorgeschlagene dreispurige Ausbau käme gegenüber der nun vereinbarten Lösung aus unserer Sicht einem Rückbau gleich. Das ist weder für die Wirtschaft noch für die vielen Pendler:innen akzeptabel“, so Sabitzer abschließend.