Erstes bezirks- und länderübergreifendes Vernetzungstreffen von AMS und Wirtschaftskammer
Erstmals haben sich Vertreter von AMS und Wirtschaftskammer aus Wolfsberg und Deutschlandsberg zu einem gemeinsamen Vernetzungstreffen zusammengefunden, um die Zusammenarbeit über Bezirks- und Landesgrenzen hinweg zu stärken. Im Fokus standen die Chancen der Koralmbahn, aktuelle Entwicklungen am Arbeitsmarkt sowie konkrete Maßnahmen zur besseren Abstimmung von Mobilität und Infrastruktur.
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In der Wirtschaftskammer Bezirksstelle Wolfsberg fand am Donnerstag ein erstes bezirks- und länderübergreifendes Vernetzungstreffen gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Regionalstelle Deutschlandsberg sowie den regionalen Geschäftsstellen des AMS beider Bezirke statt. Ziel des Treffens war es, den institutionellen Austausch zu intensivieren und die Zusammenarbeit in zentralen Zukunftsfragen weiter auszubauen.
Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen am Arbeitsmarkt sowie die wirtschaftliche Lage in den beiden Regionen. Ein besonderer Fokus wurde auf die Chancen und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Koralmbahn gelegt, die künftig eine noch engere wirtschaftliche Verflechtung zwischen Kärnten und der Steiermark ermöglichen wird.
Neben wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Themen wurde auch die Bedeutung einer funktionierenden regionalen Mobilität hervorgehoben. Konkret sprachen sich die Teilnehmer dafür aus, den öffentlichen Verkehr im Umfeld der Bahnhöfe Weststeiermark und St. Paul besser aufeinander abzustimmen. Darüber hinaus wurde die Forderung nach der Einrichtung einer S-Bahn-Verbindung zwischen St. Paul und Deutschlandsberg formuliert, um Pendlerströme effizienter zu lenken und die neuen Chancen durch die Koralmbahn optimal zu nutzen.
Der Bezirksstellenobmann der Wirtschaftskammer Wolfsberg betonte die Bedeutung eines starken regionalen Netzwerks: „Gerade in einer Zeit großer wirtschaftlicher Veränderungen ist es entscheidend, dass wir über Bezirks- und Landesgrenzen hinweg eng zusammenarbeiten. Die Koralmbahn wird unsere Regionen näher zusammenrücken lassen – umso wichtiger ist es, dass wir diese Entwicklung aktiv gestalten und gemeinsam an Lösungen arbeiten, die unseren Betrieben und dem Arbeitsmarkt zugutekommen.“
Auch seitens des AMS wurde die verstärkte Kooperation als wichtiger Schritt gesehen. Peter Wedenig, Landesgeschäftsführer des AMS Kärnten, unterstrich die Relevanz eines abgestimmten Vorgehens: „Die Herausforderungen am Arbeitsmarkt machen nicht an Bezirks- oder Landesgrenzen halt. Durch eine intensivere Vernetzung können wir schneller und gezielter auf Veränderungen reagieren und sowohl Unternehmen als auch Arbeitssuchende bestmöglich unterstützen. Dieses Treffen ist ein wichtiger Impuls für eine nachhaltige Zusammenarbeit.“
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und den Dialog künftig regelmäßig weiterzuführen. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um die regionale Wirtschaft zu stärken, die Beschäftigung nachhaltig zu sichern und die infrastrukturellen Rahmenbedingungen zukunftsfit zu gestalten.