Business Night St. Veit: Fachkräfte als Schlüsselthema
Bei der Business Night der WK-Bezirksstelle St. Veit stand ein zentrales Zukunftsthema im Mittelpunkt: der zunehmende Mangel an qualifizierten Mitarbeiter:innen. Deutlich wurde, dass ohne zusätzliche Maßnahmen Wachstum und Investitionen zunehmend unter Druck geraten.
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Aufträge und Ideen sind vorhanden, doch oft fehlt das Personal, um sie umzusetzen. Was für viele Betriebe längst Alltag ist, stand im Zentrum der Business Night der WK-Bezirksstelle St. Veit. Bereits heute können viele Betriebe geplante Investitionen nicht umsetzen – nicht aufgrund fehlender finanzieller Mittel, sondern weil ihnen Mitarbeiter:innen fehlen. Damit wird die Sicherung von Fachkräften zur zentralen Zukunftsfrage für Unternehmen und den gesamten Standort.
Ohne Fachkräfte keine Entwicklung
„Ohne Fachkräfte keine Entwicklung”, brachte WK-Bezirksstellenobmann Walter Sabitzer die Situation auf den Punkt. „Fachkräfte sind längst kein Randthema mehr, sondern die Grundlage für Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Wenn Unternehmen ihre Aufträge nicht mehr abarbeiten können, geraten Investitionen ins Stocken – und damit die gesamte wirtschaftliche Entwicklung.“ Gerade deshalb brauche es neue Ansätze: „Wir müssen alle Potenziale nutzen – regional, national und international. Internationale Fachkräfte sind dabei kein Ersatz, sondern eine notwendige Ergänzung, um Betriebe arbeitsfähig zu halten und den Standort langfristig zu sichern.“
Internationale Fachkräfte als Teil der Lösung
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der dritte Call der Kärntner Fachkräfteagentur. Dieser bietet Unternehmen konkrete Unterstützung bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte. Das Ziel besteht darin, Betriebe dabei zu unterstützen, offene Stellen zu besetzen und Wachstumschancen zu nutzen. WK-Direktor Meinrad Höfferer betonte die strategische Bedeutung dieses Ansatzes: „Die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entscheidet zunehmend darüber, ob Unternehmen investieren, wachsen und sich weiterentwickeln können. Internationale Fachkräfte sind dabei ein wichtiger Hebel, um diese Lücke zu schließen und die wirtschaftliche Dynamik aufrechtzuerhalten.“ Gleichzeitig gehe es darum, den Betrieben konkrete Werkzeuge in die Hand zu geben. Höfferer weiter: „Mit dem dritten Call der Fachkräfteagentur bieten wir Unternehmen gezielte Unterstützung – von der Suche bis zur Integration. Entscheidend ist, dass diese Möglichkeiten auch aktiv genutzt werden.“
Konkrete Lösungen gefragt
Die Veranstaltung machte deutlich: Die Herausforderung ist erkannt – jetzt geht es um die Umsetzung. Neben der Gewinnung internationaler Fachkräfte wird es entscheidend sein, vorhandene Potenziale besser auszuschöpfen und Betriebe aktiv zu unterstützen, damit Wachstum wieder möglich wird.