„Wirtschaft vernetzt“ in St. Veit: Demographischer Wandel und bessere Bahnverbindungen
Dem demografischen Wandel rasch und entschieden entgegenzuwirken ist eine wesentliche Voraussetzung für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort. Obendrein darf aber der Anschluss nicht verloren gehen, daher braucht es auch eine zuverlässige und gut getaktete Bahnverbindung im gesamten Bezirk. Beim jüngsten Treffen des Formats „Wirtschaft vernetzt“ in St. Veit standen genau diese Themen im Mittelpunkt: Wie bleiben Menschen im Bezirk, wie kommen Fachkräfte gut zur Arbeit und wie gelingt regionale Entwicklung im Schulterschluss aller Beteiligten?
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Bereits zum siebten Mal brachte die WK-Bezirksstelle St. Veit/Glan mit „Wirtschaft vernetzt“ zentrale Entscheidungsträger:innen aus Wirtschaft, Bildung, Arbeitnehmer:innenvertretung und weiteren Institutionen an einen Tisch. Ziel des Austauschs war es, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsame Lösungsansätze für einen lebenswerten und wirtschaftlich starken Bezirk St. Veit zu entwickeln.
Im Zentrum stand der demografische Wandel. Sinkende Bevölkerungszahlen im erwerbsfähigen Alter und eine steigende Zahl älterer Menschen stellen Betriebe vor vielfältigen Herausforderungen: von der Fachkräftesicherung und Betriebsnachfolgen bis hin zur Frage, wie Wertschöpfung langfristig im Bezirk gehalten werden kann. Walter Sabitzer, Obmann der WK-Bezirksstelle St. Veit, unterstrich die Dringlichkeit des gemeinsamen Handelns: „Demografie ist kein Schicksal, sondern ein Gestaltungsauftrag. Wenn wir jetzt handeln, können wir Abwanderung bremsen, Menschen im Bezirk halten und neue Perspektiven schaffen. Dazu braucht es bessere Rahmenbedingungen – insbesondere bei Infrastruktur und Mobilität – sowie einen engen Schulterschluss aller Verantwortlichen.“ Auch die Bedeutung von Bildung und Qualifikation als Antwort auf den demografischen Wandel wurde thematisiert und daraus Maßnahmen abgeleitet.
Beim heißen Thema „Infrastruktur im Bezirk“ lag der Fokus auf der besseren Taktung der Zugverbindungen, insbesondere auf der Strecke zwischen St. Veit und Friesach. Eine verlässliche, engere Anbindung an den öffentlichen Verkehr wird als entscheidender Faktor gesehen, um Arbeitnehmer:innen im Bezirk zu halten, Pendelwege zu erleichtern und den Standort auch für junge Menschen attraktiv zu machen. Aus Sicht der Arbeitnehmer:innenvertretung wurde auf die Notwendigkeit verlässlicher Verkehrsverbindungen und planbarer Mobilität hingewiesen. Für AK-Vizepräsidentin Ursula Heitzer ist außerdem die Vernetzung der Stakeholder untereinander von großer Bedeutung, um zielgerichtete Projekte zu erarbeiten. Juvia Trummer, Schulqualitätsmanagerin in der Bildungsdirektion Kärnten, ergänzte, dass Bildung und Wirtschaft verstärkt miteinander verknüpft sowie Fort- und Weiterbildung besser eingebettet werden müssen. Ihren Auftrag sieht sie darin, den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Sankt Veit zu stärken.
Das Format „Wirtschaft vernetzt“ hat sich damit erneut als wichtige Plattform etabliert, um regionale Herausforderungen gemeinsam zu analysieren und konkrete Schritte für die Weiterentwicklung des Bezirks St. Veit zu setzen.