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Energiepolitische Gespräche
© WKK I Peter Just

Energie neu geregelt: Wie Kärntens Betriebe jetzt profitieren können

Mit den Energiepolitischen Gesprächen zum Thema „Energie neu geregelt – Was das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz für Ihr Unternehmen bedeutet“ bot die Wirtschaftskammer Kärnten ihren Mitgliedsbetrieben eine kompakte und praxisnahe Orientierung in einem zunehmend komplexen Strommarkt. Im Fokus standen aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen, Entwicklungen am Strommarkt sowie konkrete Handlungsoptionen für Unternehmen.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 20.01.2026

Energie wird für Kärntens Betriebe immer mehr zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Unternehmen, die sich jetzt aktiv mit ihren Tarifen, neuen Modellen und alternativen Versorgungsmodellen auseinandersetzen, sichern sich Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (EIWG) werden die Rahmenbedingungen für die kommenden Jahre neu gesetzt. „Das bringt viele Herausforderungen, aber auch enorme Chancen für Kärntens Unternehmen mit sich. Und diese gilt es jetzt zu nutzen“, betonte WKK-Präsident Jürgen Mandl in seiner Eröffnungsrede zu den Energiepolitischen Gesprächen, die gestern Abend stattfanden. In einer kompakten Fachveranstaltung gaben Expert:innen einen Überblick über die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen, Entwicklungen am Strommarkt sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten – von Tarifmodellen bis zu Energiegemeinschaften.  

Mehr Flexibilität durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen

Die neue Gesetzeslage bringt für Unternehmen nicht nur neue Regeln, sondern vor allem neue Handlungsspielräume. Verena Schwald vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, betonte dies in ihrem Vortrag: „Das neue EIWG eröffnet neue Möglichkeiten zur Eigenoptimierung wie etwa durch Eigenversorgung, langfristige Strombezugsverträge oder flexible Tarife.“ Gleichzeitig sei ein genauer Blick auf die Kosten entscheidend, denn „besondere Aufmerksamkeit gebührt den Netzentgelten, Mess- und Anschlusskosten sowie langfristigen vertraglichen Bindungen.“ 

Strom clever einkaufen: Verbrauch kennen, Tarife vergleichen

Damit diese Chancen im betrieblichen Alltag auch wirksam genutzt werden können, rät Sebastian Schmid von der E-Control dazu, den eigenen Stromverbrauch genau zu analysieren: „Unternehmen sollten sich möglichst detailliert mit ihrem Stromverbrauch auseinandersetzen, nicht zuletzt aufgrund der Preisniveaus für elektrische Energie.“ Je nach Verbrauchsverhalten können „dynamische Preise, fixe Preise oder individuell gestaltete Preismodelle sinnvoll sein“. Schmid betont, wie wichtig es ist, „regelmäßig Angebote verschiedener Lieferanten zu vergleichen“. Ergänzend dazu könne die Lieferantenwahl „auch durch dezentrale Versorgungsmodelle oder Eigenproduktion adaptiert werden.“ 

Energiegemeinschaften als strategischer Wettbewerbsvorteil

Besonders attraktiv sind Energiegemeinschaften. Bertram Steiner, Obmann der STROMgemeinschaften Osttirol & Oberkärnten, berichtete aus der Praxis und brachte den Nutzen klar auf den Punkt: „Energiegemeinschaften ermöglichen es Unternehmen, Kosten zu senken, Risiken zu teilen, Nachhaltigkeit glaubwürdig umzusetzen, die regionale Wertschöpfung zu stärken und ihre Energieversorgung strategisch abzusichern.“ Gleichzeitig fördere die Zusammenarbeit die regionale Vernetzung mit anderen Unternehmen und Akteuren und schaffe Raum für Innovationen, etwa durch den Einsatz digitaler Energiemanagementsysteme. Nicht zuletzt ergeben sich auch regulatorische und strategische Vorteile. Unternehmen bereiten sich frühzeitig auf zukünftige Energie- und CO₂-Vorgaben vor und gewinnen langfristige Planungssicherheit.

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