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Portrait von Stefan Sternad - im Hintergrund eine Bar
© WKK | Helge Bauer

„Erwarten uns weniger Bürokratie und echte Entlastung!“

Die geplante Tourismusstrategie der Bundesregierung könne nicht der Weisheit letzter Schluss sein, gibt Stefan Sternad, WK-Sprecher der Kärntner Gastronomie zu bedenken. „Sosehr wir begrüßen, dass sich die Bundesregierung mit dem Tourismus auseinandersetzt, so vage und unausgegoren ist das bisher Präsentierte aus der Sicht der Gastronomie“, kritisiert der Branchensprecher.

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Aktualisiert am 08.01.2026

Zwar lasse die geplante Ausarbeitung der Details mit Vertretern der Tourismuswirtschaft in den nächsten Wochen noch Spielraum für Nachschärfungen, den großen Wurf für die Gastronomie will Stefan Sternad aber nicht ausmachen. „Wir erwarten uns vom Gesetzgeber schleunigst konkrete Maßnahmen, die uns wirklich helfen – viel weniger Bürokratie und eine echte Entlastung unserer Betriebe.“ Die gestern vorgestellten Eckpunkte seien in vielen Bereichen diffus, die wesentlichen Kernforderungen der Gastronomie würden sich nicht finden lassen.

Mehrwertsteuersenkung – Deutschland zeigt es vor

Eine konkrete und tatkräftige Unterstützung wäre etwa eine Senkung der Mehrwertsteuer für Getränke auf zehn Prozent. „Das sollte doch machbar sein, Deutschland zeigt eben, dass es auch mit sieben Prozent klappt.“ Mehr Mut fordert die Gastronomie auch bei der Überstundenbesteuerung – dem ersten Schritt müsste die gänzliche Steuerbefreiung für Überstunden folgen.

Exemplarisch nur zwei Maßnahmen, die durch Kostensenkung im Staat locker zu finanzieren wären. Der Appell des Gastronomiesprechers: „Lichten wir den Dschungel aus Überregulierung und ständig neuen Vorschriften. Das ist teuer und sorgt für Frust bei Gastronomen und Gästen.“ Die Senkung der Staatskosten sei ein Gebot der Stunde, der Sparstift müsse rigoros angesetzt und die noch immer üppig wuchernde Verwaltung reduziert werden.

„Entbürokratisierungspaket“ bestenfalls ein Päckchen

In Sachen Entbürokratisierung erwartet sich Sternad viel mehr Mut der politisch Verantwortlichen. Das jüngst vorgelegte „Entbürokratisierungspaket“ der Bundesregierung sei bestenfalls ein Päckchen. Würde man es mit spürbarer Entbürokratisierung ernst meinen, müsste viel akzentuierter durchgegriffen werden – anstelle einiger kleiner Spitzfindigkeiten gebe es noch tausende Sachverhalte, die man sanieren müsse. „Gesetzespassagen, die entrümpelt, gekürzt oder gänzlich gestrichen gehören, denn wir ersticken im Papierkram“, argumentiert der Gastronomiesprecher, der sich auch gesetzliche Regelungen mit Ablaufdatum vorstellen kann.

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