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FutureLadiesNight 2026
© WKK I Marygood

Frauen als Herz der Wirtschaft

Business braucht Gesundheit: Rund 400 Unternehmerinnen aus ganz Kärnten kamen zur FutureLadiesNight von Frau in der Wirtschaft Kärnten und dem Casino Velden, um mehr über Herzgesundheit zu erfahren. Schließlich gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen zu den häufigsten Todesursachen weltweit.

Lesedauer: 4 Minuten

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Aktualisiert am 20.03.2026

Fremde Herzen. Verborgene Herzinfarkte. Unwissenheit über Risikofaktoren. Wenn es um die Gesundheit von Frauenherzen geht, gibt es in Medizin und Gesellschaft noch jede Menge Aufholbedarf. Deshalb stand die FutureLadiesNight im Casino Velden heuer ganz im Zeichen der Herzgesundheit. Inspiration, Aufklärung und Vernetzung standen dabei im Mittelpunkt.

Die große Kraft der kleinen Mädchenträume

Emotionaler Höhepunkt war die Keynote von Tamara Schwab, Bestseller-Autorin, Spenderherzempfängerin und Botschafterin der Deutschen Herzstiftung. Die heute über 30-Jährige schilderte, wie sie mit 24 Jahren beim Training im Fitnessstudio einen plötzlichen Herzstillstand erlitt und 45 Minuten lang reanimiert werden musste. Drei Jahre Krankenhausaufenthalte, Schocks durch ihren falsch implantierten Defibrillator und Momente tiefster Hoffnungslosigkeit folgten, bis eine Herztransplantation ihr Leben rettete. „Widerstand bindet Energie. Irgendwann habe ich verstanden: Ich kann die Krankheit nicht verändern. Also habe ich angefangen zu akzeptieren und diese freiwerdende Energie in mich selbst investiert“, sagt Schwab. Sie rief die Unternehmerinnen auf, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und bereit zu sein, „all in zu gehen“. Für das eigene Unternehmen, die eigene Gesundheit und das eigene Glück. „Mein größter Rückschlag war in Wahrheit der Schritt, den ich gebraucht hatte, um meine Träume Wirklichkeit werden zu lassen.“

Frauenherzen schlagen anders

Herzinsuffizienz-Spezialistin Dr. Anna Rab verdeutlichte, wie gravierend unterschätzt Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache bei Frauen sind: „Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache weltweit. Jede dritte Frau stirbt daran.“ Übelkeit, Erschöpfung oder Rückenschmerzen: Bei Frauen zeigt sich der Herzinfarkt häufig mit anderen Symptomen und wird oft übersehen. „Geschlechtsspezifische Therapie ist Pflicht, nicht Kür. Wir müssen dafür sorgen, dass Frauen richtig behandelt werden“, sagt Rab. Mit ihrer Initiative Austrian Women Go Red schafft sie Aufmerksamkeit und Bewusstsein für das Thema.

Herzchirurgin Dr. Maja Hanuna, eine gebürtige Köttmannsdorferin, die am Herzzentrum Leipzig tätig ist, ergänzte den Abend mit einem Einblick in Herztransplantationen und unterstrich die Bedeutung von Organspenden. Gut zu wissen: In Österreich gilt die Widerspruchslösung. Das bedeutet, alle Bürger:innen sind automatisch Organspender:innen, sofern sie sich nicht ausdrücklich dagegen eintragen. „Das System in Österreich ist durchaus vorbildlich. Eine Organspende rettet Leben.“ Trotzdem dürfe nicht auf die Vorsorge vergessen werden.

Gesunde Herzen, starke Unternehmen

„Wir Frauen sind das Herz der Wirtschaft in Kärnten. Wir kümmern uns um so viel – unsere Betriebe, unsere Familien, unsere Teams. Und wir dürfen nicht vergessen, dass auch die Energie, die wir dafür brauchen, wichtig ist“, damit hebt FiW-Landesvorsitzende und WK-Vizepräsidentin Astrid Legner die Bedeutung des Abends für Kärntens Unternehmerinnen hervor. Legner verwies auf ein umfangreiches Programm rund um Frauengesundheit, das Frau in der Wirtschaft Kärnten für das gesamte Jahr 2026 geplant hat. So folgt im Juni eine weitere Veranstaltung mit Dr. Anna Rab zum Thema Longevity.

Einen weiteren Gesundheitsaspekt sprach Casino-Velden-Direktorin Marion Roseneder an: „Einsamkeit und wenig Kontakt zu anderen Menschen können krank machen. Echter Austausch, Vernetzung und Begegnung sind ganz wesentliche Faktoren für Gesundheit.“ Sie motiviert dazu, sich gegenseitig zu unterstützen und als Frau im Business nicht alles alleine bewältigen zu wollen. „Die Grenze zwischen für etwas brennen und Ausbrennen ist manchmal ganz schmal. Also: tägliche und jährliche Untersuchungen einplanen, wie jeden anderen Termin im Kalender auch."

Ausstellerinnen sorgten für inspirierende Begegnungen

Im Foyer sorgten die Ausstellerinnen für inspirierende Begegnungen abseits der Bühne: Die Lindwurm-Apotheke aus Klagenfurt bot eine kostenlose Messung des Langzeitblutzuckers und des Cholesterinspiegels – ein konkreter erster Schritt in Richtung Herzgesundheit. Christiane vom Sonnentor-Shop Klagenfurt lud zum Tee-Verkosten ein und verwöhnte mit dem „Sonnentor Frau Sein Tee”. Am Stand von „Frau in der Wirtschaft“ gab es exklusive Give-aways und den brandneuen Gesundheitsfolder mit allen Veranstaltungen für das Jahr 2026.

Gerlinde Longitsch und ihre Schwester Marlies Kröpfl von „BlumenGenuss Hasshold“, die auch für die florale Dekoration des Abends verantwortlich waren, präsentierten verschiedene hochwertige Alpha-Olivenöle zur Verkostung. Maja Veber lud zu einer Verkostung verschiedener Ingwer-Shot-Kreationen ein, denn Ingwer kann sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Und bei Biogena durfte ebenfalls verkostet und entdeckt werden. Erika Tonso präsentierte ihr Label „Eine Tasche mit Herz“ mit handgefertigten Taschen aus Kork, die Handwerk und Herzlichkeit vereinen. Den kulinarischen Abschluss gestaltete Marcel Vanic und sein Team vom Casino mit feinem, herzgerechten Fingerfood.

Neben den Vorträgen konnten die Besucherinnen an Teststationen ihren Langzeitblutzucker und Cholesterin messen lassen, sich bei der einer Netzwerk-Rallye vernetzen und verschiedene regionale Austeller:innen kennen lernen. Fingerfood und Herzenslieder von Sabine Neibersch rundeten den Abend ab. Durch das Programm führte Moderatorin Martina Klementin.

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