Große Leinwand, großes Publikum: Fast 600.000 Besucher in Kärntens Kinos
Das Kinojahr 2025 war für die Kärntner Kinobetriebe ein voller Erfolg. Deutlich steigende Besucherzahlen und Umsätze belegen die ungebrochene Attraktivität des Kinoerlebnisses und unterstreichen die wichtige Rolle der Branche für die regionale Kultur- und Freizeitwirtschaft.
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Kärntens Kinos ziehen eine äußerst positive Bilanz: Knapp 600.000 Besucher:innen kamen 2025 in die Säle, um die Filmhighlights des Jahres auf der großen Leinwand zu erleben. Im Vergleich zu 2024 entspricht das einem Plus von über acht Prozent, während die Umsatzerlöse sogar um rund zehn Prozent zulegten. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die hohe Nachfrage nach Sonderformaten wie 3D sowie nach aufwendig produzierten Filmen mit längerer Spieldauer, wie dem Blockbuster „Avatar: Fire and Ash“. Auch Open-Air-Kinoformate sorgten für besondere Filmmomente unter freiem Himmel. So genossen im vergangenen Juli rund 2.500 Filmfans im Strandbad Klagenfurt den Kultfilm „The Greatest Showman“.
Christof Papousek, Vorsitzender der Fachvertretung Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Branchensprecher der Kärntner Kinos in der Wirtschaftskammer Kärnten, bringt es auf den Punkt: „Diese Entwicklung zeigt eindrucksvoll, dass das Kino nach wie vor einen festen Platz im Freizeitverhalten der Kärntner:innen hat. Geschätzt wird vor allem das unvergleichliche Gesamterlebnis – der dunkle Saal, die große Leinwand und das Eintauchen in andere Welten. Die Kinoauswertung ist und bleibt die Krönung jeder Filmverwertung.“ Streamingdienste und Kino sind nicht unbedingt Gegensätze, sondern können eine sinnvolle Ergänzung darstellen. „Streaming steht für Flexibilität, das Kino für gemeinsames Erleben sowie höchste Bild- und Tonqualität. Genau diese Qualitäten machen das Kino auch im digitalen Zeitalter unverzichtbar“, so Papousek.
Die erfolgreichsten Kinofilme 2025 in Kärnten
Besonders großen Zuspruch fanden mehrere Kinofilme, allen voran „Das Kanu des Manitu“, der mit rund 900.000 Kinobesuchern österreichweit der mit Abstand erfolgreichste Film des Jahres 2025 war. Ebenfalls stark nachgefragt waren „Ein Minecraft-Film“, „Lilo & Stitch“ und „Zoomania 2“. Große Publikumserfolge feierten auch „Aufputzt is“, der als erfolgreichster österreichischer Kinofilm seit über 20 Jahren gilt, sowie „Avatar: Fire and Ash“, die ebenfalls zahlreiche Besucher:innen in die Kinos lockten.
Vielversprechender Ausblick auf das Kinojahr 2026
Auch für 2026 zeichnen sich hervorragende Perspektiven ab. „Der kommende Spielplan ist äußerst attraktiv, wir rechnen mit steigenden Besucherzahlen“, blickt Papousek optimistisch voraus. Zu den Highlights zählen unter anderem die Biografie „Michael“ über Michael Jackson (Kinostart: 23. April), „Der Super Mario Galaxy Film“ (ab 2. April) sowie „Der Teufel trägt Prada 2“ (ab 30. April). Im Sommer folgt Disney’s „Vaiana“ als aufwendig inszeniertes Live-Action-Kinoereignis ab 9. Juli, ehe mit „Die Odyssee“, dem neuen Film von Christopher Nolan, ab 16. Juli ein weiteres cineastisches Highlight anläuft. Für Fans deutscher Krimikomödien steht zudem „Steckerlfischfiasko“, der neue Eberhofer-Krimi, ab 13. August auf dem Programm. Den Abschluss der kommenden Highlights bildet „Avengers – Doomsday“, der im Dezember 2026 in die Kinos kommt.
Flächendeckendes Kinoangebot in ganz Kärnten
Kärnten verfügt von Wolfsberg bis Spittal an der Drau über ein dichtes Netz moderner Kinos. In Klagenfurt und Villach ergänzen zudem die Arthouse- und Programmkinos wie das Wulfenia, das Neue Volkskino und das Stadtkino Villach das vielfältige Kulturangebot. Ein zusätzlich attraktives Angebot ist das seit 2025 verfügbare Nonstop-Kinoabo, das unbegrenzten Kinogenuss zum monatlichen Fixpreis ermöglicht. „Mit einem starken Filmprogramm, innovativen Formaten und großem Engagement der Kinobetreiber blicken Kärntens Kinos optimistisch in die Zukunft und setzen weiterhin auf Qualität, Erlebnis und kulturelle Vielfalt. Sie bleiben damit nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein zentraler Treffpunkt für gemeinsame Erlebnisse und kulturelle Vielfalt“, so Papousek abschließend.