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Ein Kugelschreiber und ein Taschenrechner liegen auf einem Antragsformular für ein Gewerbe
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Kärntens Gründergeist bleibt ungebrochen

Im ersten Halbjahr 2026 gründeten 1.287 Menschen in Kärnten ein Unternehmen.

Lesedauer: 3 Minuten

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Aktualisiert am 24.07.2026

Der Gründergeist in Kärnten bleibt ungebrochen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 1.287* Unternehmen neu gegründet und damit nahezu genauso viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres (1.286).  

Selbstständigkeit bleibt attraktiv

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Selbstständigkeit für viele Kärntner:innen weiterhin eine attraktive berufliche Perspektive darstellt. Die meisten Neugründungen wurden in Klagenfurt Stadt, gefolgt vom Bezirk Spittal an der Drau und Villach Stadt verzeichnet. 82,6 Prozent der Gründer:innen starten als Einzelunternehmen. Davon werden 42,5 Prozent von Frauen gegründet. Das Durchschnittsalter der Gründer:innen liegt bei 36,6 Jahren. 

Nach Sparten dominieren derzeit Gewerbe und Handwerk (37,8 Prozent) vor Information und Consulting (23,4 Prozent) sowie dem Handel (22,9 Prozent). Zu den gründungsstärksten Branchen zählen derzeit die Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie, gefolgt von Werbung und Marktkommunikation, Persönlichen Dienstleister:innen sowie dem Versand-, Internet- und allgemeinen Handel. 

Lucija Wakounig, Leiterin des Gründerservice der Wirtschaftskammer Kärnten, sieht in dieser Entwicklung ein erfreuliches Zeichen: „Die konstant hohen Gründungszahlen zeigen, dass der Unternehmergeist in Kärnten weiterhin fest verankert ist. Viele Menschen entscheiden sich ganz bewusst für die Selbstständigkeit, weil sie ihre Ideen verwirklichen und ihre berufliche Zukunft selbst gestalten möchten. Jede Gründung bringt neue Ideen, Innovationen und Wertschöpfung in unser Land.” 

Unternehmertum ist eine bewusste Entscheidung

Immer mehr Menschen entscheiden sich aus Überzeugung für die Selbstständigkeit. Dabei geht es nicht mehr nur um die Gründung eines Unternehmens, sondern um den Wunsch, das eigene Berufsleben selbst zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig zeigt sich, dass die meisten Gründer:innen vor ihrem Schritt in die Selbstständigkeit angestellt beschäftigt waren. Die derzeit häufigsten Beweggründe für diesen Schritt sind mehr Flexibilität in der Zeit- und Lebensgestaltung sowie eine neue berufliche Perspektive (jeweils 68 Prozent) und der Wunsch, sein eigener Chef bzw. seine eigene Chefin zu sein (62 Prozent). Als größte Herausforderungen nennen Gründer:innen vor allem Steuern, Abgaben und Sozialversicherungen, die Finanzierung der Unternehmensgründung durch Eigenmittel sowie die Voraussetzungen für eine Kreditvergabe durch Banken. 

Jede Gründung stärkt den Standort

Nika Basic, WK-Vizepräsidentin und Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Kärnten, betont die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen: „Wer gründet, übernimmt Verantwortung und gestaltet die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes aktiv mit. Gerade junge Unternehmer:innen brauchen ein Umfeld, das Mut belohnt und Ideen ermöglicht – mit weniger Bürokratie, geringeren Belastungen und schnelleren Verfahren. Denn jede erfolgreiche Gründung ist eine Investition in den Wirtschaftsstandort Kärnten.“ Neue Unternehmen bringen frische Ideen auf den Markt, schaffen Arbeitsplätze und erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Kärnten. Viele erfolgreiche Betriebe haben einst als Ein-Personen-Unternehmen begonnen und sich in den vergangenen Jahren zu wichtigen Arbeitgebern entwickelt.  

Kompetente Begleitung von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Übergabe

Wer ein Unternehmen gründet, muss zahlreiche rechtliche, steuerliche und wirtschaftliche Fragen klären. Das Gründerservice der Wirtschaftskammer Kärnten begleitet angehende Unternehmer:innen daher von der ersten Geschäftsidee bis zur erfolgreichen Gründung. Das Angebot reicht von der Erstberatung über die Entwicklung des Businessplans und die Beantwortung von Fragen zu Rechtsform, Gewerberecht und Sozialversicherung bis hin zu Finanzierung, Förderungen und Behördenwegen. 

Lucija Wakounig betont die Bedeutung dieser Unterstützung: „Eine gute Idee ist der erste Schritt – eine fundierte Vorbereitung entscheidet oft über den langfristigen Erfolg. Unser Ziel ist es, Gründer:innen auf ihrem gesamten Weg kompetent zu begleiten, Hürden frühzeitig aus dem Weg zu räumen und ihnen das notwendige Rüstzeug für eine erfolgreiche unternehmerische Zukunft mitzugeben.“

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