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© WKK | Marygood

Hinter den Kulissen der Medizin

Roboter im OP. Ambulante Reha. Unterwassertherapie mit Blick aufs Kreuzbergl. Tipps gegen Schwindel. Fast 40 Unternehmerinnen folgten der Einladung von Frau in der Wirtschaft Kärnten (FiW) zu einer exklusiven Führung durch die Privatklinik Maria Hilf, ein Teil der Humanomed Gruppe, die seit 50 Jahren in Kärnten tätig ist.

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Aktualisiert am 27.03.2026

„Gesundheitswissen ist Unternehmerinnenwissen. Wer den eigenen Körper versteht, kann besser für sich sorgen und besser für andere da sein“, davon sind Astrid Legner, FiW-Landesvorsitzende und WK-Vizepräsidentin sowie Tanja Telesklav, FiW-Landesgeschäftsführerin überzeugt. Deshalb begleiteten sie fast 40 Unternehmerinnen im FiW-Schwerpunktjahr zu Gesundheit in die Privatklinik Maria Hilf in Klagenfurt. Körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sei die Grundlage jeder unternehmerischen Tätigkeit und gerade Frauen seien durch Mehrfachbelastungen besonders gefordert. Daher sei es wichtig, die Gesundheit nicht zu vernachlässigen. Seit 50 Jahren ist die Humanomed Gruppe in Kärnten in der Gesundheitsversorgung tätig. Ulrike Koscher-Preiss, Geschäftsführerin der Humanomed Consult, präsentierte das breite Spektrum des Familienunternehmens, welches bereits in der dritten Generation geführt wird. An den Standorten sind rund 1.350 Mitarbeiter:innen aus 33 Nationen beschäftigt, der Frauenanteil liegt bei 72 Prozent. 

Modernste Privatklinik Österreichs ist in Kärnten

Zur Gruppe gehören das Kur- und Rehazentrum Althofen, die Privatklinik Villach, die Privatklinik Maria Hilf, das Bleiberg F.X. Mayr Retreat, das arbeitsmedizinische Institut AMI sowie die Humanomed IT Solutions, eine eigene Softwarefirma mit 80 Mitarbeiter:innen und 35 Installationen im DACH-Raum. „Wir schlagen eine Brücke von der Medizin zum Menschen, das war schon immer unser Credo“, sagt Koscher-Preiss. Die Privatklinik Maria Hilf wurde 2008 von der Gruppe gekauft und 2010 als eine der modernsten Privatkliniken Österreichs wieder eröffnet. „Wir haben 160 Betten, vier Operationssäle und über 350 Mitarbeiter:innen. Knapp 6.000 stationäre Patienten und über 1.700 Tagesaufnahmen werden hier jährlich versorgt“, berichtet Verwaltungsleiter Patrick Fasching. Über 23 Fachärzte sind fest im Team. Auch Selbsthilfegruppen  für Krebserkrankte, Herzpatienten und Parkinson-Betroffene werden aktiv unterstützt. 

Ambulante Rehabilitation: Reha ohne stationären Aufenthalt

Ein weiterer Schwerpunkt des Nachmittags war die ambulante Rehabilitation. Seit 2022 betreibt die Privatklinik Maria Hilf ein vollumfängliches ambulantes Rehazentrum, eines von wenigen in Österreich für sieben Indikationen. „Das Angebot richtet sich an Personen im Umkreis von rund 45 Minuten Fahrzeit, die aus beruflichen, familiären oder persönlichen Gründen keinen mehrtägigen stationären Aufenthalt in Phase 2 und 3 absolvieren können. Die Kosten werden vollständig von der Pflichtversicherung übernommen“, erklärt Reha-Leiter Michael Moser. Ein Programm umfasse 60 Therapieeinheiten à 50 Minuten, verteilt auf fünf bis sechs Wochen, vier bis fünf Tage pro Woche. Die anschließende Phase 3 dauert sechs Monate mit zwei bis drei Einheiten pro Woche und hat nachweislich einen guten Langzeiteffekt. 

Schwindel, wenn der Körper aus dem Gleichgewicht gerät

Den medizinischen Höhepunkt bildete der Vortrag von Silvia Primosch, Fachärztin für Neurologie an der Privatklinik Maria Hilf. Sie erläuterte verständlich und praxisnah eines der häufigsten und gleichzeitig vielschichtigsten Symptome im klinischen Alltag. „Schwindel ist keine Krankheit, er ist ein Symptom. Und so unterschiedlich wie die Erscheinungsformen sind auch die Ursachen“, sagt Primosch. Bei bestimmten Schwindelarten könne man sich gut selbst helfen, zum Beispiel durch Übungen, Beine hoch lagern oder Physiotherapie. „Wenn aber Schwindel plötzlich auftritt und das für einen komplett neu ist, sollte das unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Auch Schwindel in Kombination mit ungewohnten Kopfschmerzen, neurologischen Begleitbeschwerden und Schwindel nach einem Trauma wie einem Auffahrunfall.“  

Wissen schützt und ermächtigt

Die Unternehmerinnen erhielten nicht nur einen exklusiven Einblick in eine der modernsten Privatkliniken Österreichs, sondern auch praxisnahes Wissen, das sie direkt in ihren Alltag mitnehmen konnten. Mit exklusiver Führung durch die verschiedensten Bereiche und Gesundheitstipps für zu Hause. Eine der nächsten Stationen des FiW-Gesundheitsjahres 2026 führt u.a. nach Bleiberg zum F.X. Mayr Retreats.

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