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Für leistbaren Wohnbau und gegen überbordende Regulierungen:  Kärntner Branche setzt Zeichen
© WKK, Johannes Puch

Immobilienpreisspiegel 2026: Kärntner Markt stabil – Preisdruck zeichnet sich ab

Der Immobilienmarkt erholt sich, doch ohne Neubau- und Sanierungsimpulse kippt das Gleichgewicht, warnt die Immobilienwirtschaft.

Lesedauer: 1 Minute

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Aktualisiert am 26.03.2026

Der aktuelle Immobilienpreisspiegel 2026 zeigt: Der österreichische Immobilienmarkt hat sich 2025 spürbar erholt. Die Zahl der Transaktionen ist gestiegen, die Preise entwickeln sich moderat nach oben. Auch in Kärnten bestätigt sich dieser Trend, allerdings mit klaren Signalen in Richtung einer möglichen Angebotsverknappung. „Die Entwicklung ist aktuell stabil, aber sie steht auf einem schmalen Grat“, betont Paul Perkonig, Obmann der Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Kärnten. „Wenn jetzt nicht gegengesteuert wird, droht eine Situation, in der die Nachfrage das Angebot überholt, mit entsprechend steigenden Preisen.“

Kärnten: Preisentwicklung klar unter der Inflation

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt: Die Preisentwicklung liegt sogar unter der Inflation, wie das Beispiel Klagenfurt am Wörthersee deutlich macht:

Baugrundstücke Klagenfurt: +1,40 %  
Eigentum Erstbezug: +1,99 %  
Eigentum gebraucht: +2,02 %  
Einfamilienhäuser: +2,29 %  
Mietwohnungen (neuwertig): +2,18 %   
Lediglich bei Reihenhäusern zeigt sich mit -0,04 % eine Seitwärtsbewegung. 

Gewerbe: Kärnten legt überdurchschnittlich zu

Während sich der Wohnbereich also mehr als moderat entwickelt, zeigt sich im Gewerbe eine stabile bis überdurchschnittliche Dynamik:
Büroflächen: +1,52 %   
Geschäftslokale: +1,14 %  
Betriebsgrundstücke: +4,44 %  
„Gerade im gewerblichen Bereich sehen wir, dass Kärnten als Wirtschaftsstandort weiterhin an Attraktivität gewinnt“, so Perkonig.

Warnung: Markt könnte kippen


Trotz der stabilen Entwicklung sieht die Branche dringenden Handlungsbedarf.
„Ohne rasche Reformen und gezielte Gegenmaßnahmen – wie einen echten Sanierungs- und Neubauturbo, die Reparatur der Wertsicherungsklausel sowie das Zurückfahren kostentreibender Baunormen – kann sich die Situation am Markt rasch ins Gegenteil verkehren“, so Perkonig. „Wir wissen, dass das Angebot die Nachfrage nicht mehr lange decken kann. Wenn hier nichts passiert, wird sich der aktuell stabile Markt in steigende Preise und sinkende Verfügbarkeit drehen.“

Jetzt handeln, um Leistbarkeit zu sichern


Für Kärnten bedeutet das: Die aktuellen Zahlen sind positiv, aber kein Selbstläufer. „Wir brauchen jetzt klare Rahmenbedingungen für Neubau und Sanierung“, betont Perkonig. „Nur so können wir finanzierbaren Wohnraum langfristig sichern und den Standort Kärnten weiter stärken.“

Der Immobilienpreisspiegel wurde bereits zum 37. Mal erhoben und basiert auf tausenden realen Transaktionsdaten. Er liefert eine fundierte Grundlage für Marktanalysen und unternehmerische Entscheidungen.

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