Zum Inhalt springen
Gruppenfoto Siegerteam
© VGK

Junge Ideen, großer Unternehmergeist: Kärntens beste Junior Company gekürt

Beim Junior Landeswettbewerb Kärnten 2026 überzeugten Schüler:innen mit Kreativität und unternehmerischem Denken. Insgesamt 17 Junior Companies präsentierten ihre Geschäftsideen. Die drei Besten wurden ausgezeichnet und die Sieger vertreten Kärnten nun beim Bundeswettbewerb.

Lesedauer: 3 Minuten

Einen Moment bitte. Ladevorgang läuft ...
0:00
Audio konnte nicht geladen werden. Erneut versuchen
0:00
0:00
Aktualisiert am 11.05.2026

Kreativ, engagiert und voller Unternehmergeist: Beim Junior Landeswettbewerb Kärnten 2026 stellten sich Schüler:innen aus dem ganzen Bundesland mit ihrem Geschäftskonzept einer fachkundigen Jury. Die Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren präsentierten ihre Unternehmen, die sie im Rahmen eines Schuljahres selbst gegründet und geführt haben – mit realen Produkten, echten Einnahmen und unternehmerischer Verantwortung. Die Produktpalette reichte vom nachhaltigen Bluetooth-Trackern über gesunde Katzen- und Hundeleckerlis bis bin zu Gewürzmischungen aus regionalen Kräutern. Bewertet wurden Präsentationsstand, Verkaufsgespräch, Juryinterview, Bühnenauftritt sowie der Geschäftsbericht. Ziel war es, mit einer überzeugenden Geschäftsidee und einem professionellen Auftreten zu punkten.   

Die Sieger des Junior Landeswettbewerbs

Bereits am Vormittag konnten die Projekte im Foyer erlebt werden, bevor sich die Teams im Wettbewerb mit Präsentationen und Jurygesprächen messen mussten. Bewertet wurden unter anderem Geschäftsbericht, Präsentationsstand, Interview und Bühnenauftritt. 

Am Ende setzte sich die Junior Company „Kippe’s“ der HTL Mössingerstraße als Sieger durch. Die Schüler:innen konnten mit ihrer erfolgreichen Idee eines innovativen Taschenaschenberchs überzeugen. Dieser kann direkt an einer Zigarettenschachtel befestigt werden und löst damit das alltägliche Umweltproblem der falschen Entsorgung von Zigarettenstummeln. Ein weiteres Konzept, das durch Innovation und ein klares Konzept überzeugte, holte den zweiten Platz. Die KTS Villach produzierte mit ihrer Firma „SANA“ Frucht- und Gemüselederrollen aus regionalen Lebensmitteln. Den dritten Platz erreichte die Junior Company „unSTIgmatized“ der WIMO Klagenfurt mit ihren Collectibles, Armbändern und Infosheets zur Aufklärung. 

Das Siegerteam darf Kärnten am 2. Juni beim Bundeswettbewerb in Wien vertreten und hat damit die Chance, am Europa-Wettbewerb in Riga teilzunehmen. Zudem erhielt es ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro von der BKS Bank. Die Zweitplatzierten bekamen 750 Euro für ihr Projekt von der Kärntner Sparkasse, das Team auf Platz drei erhielt 500 Euro vom build! Gründerzentrum. Alle anderen teilnehmenden Junior Companies wurden von der Jungen Wirtschaft Kärnten mit 50 Euro prämiert.  

Unternehmertum zum Angreifen

Für Siegfried Huber, Vorsitzender der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten, sieht in dem Wettbewerb einen eindrucksvollen Beweis dafür, wie praxisnah wirtschaftliche Bildung funktionieren kann: „Die Schüler:innen übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Unternehmen, treffen wirtschaftliche Entscheidungen und erleben unmittelbar, was es heißt, unternehmerisch zu handeln. Genau dieses ‚Learning by Doing‘ macht den Unterschied und vermittelt Kompetenzen, die weit über den Unterricht hinausgehen.“ WK-Vizepräsidentin und JW-Landesvorsitzende Nika Basic hebt den konkreten Mehrwert des Programms hervor: „Hier entstehen keine theoretischen Projekte, sondern echte Produkte und Dienstleistungen, die am Markt bestehen müssen. Die Jugendlichen setzen sich mit Kosten, Vertrieb, Kund:innen und Wettbewerb auseinander und lernen, Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen. Genau diese Erfahrungen sind entscheidend, wenn wir unternehmerisches Denken und Gründungsbereitschaft fördern wollen.“ 

Junge Talente wachsen über sich hinaus

Das Junior Programm ist ein international etabliertes Bildungsprojekt, bei dem Schüler:innen ein Jahr lang ein reales Unternehmen führen. Sie entwickeln Geschäftsideen, produzieren oder handeln mit Produkten und treten am Markt auf. In Österreich besteht das Programm seit dem Schuljahr 1995/96, also seit genau 30 Jahren, und erreicht jährlich Tausende Jugendliche. Im aktuellen Schuljahr wurden in Kärnten insgesamt 48 Junior Companies gegründet – jede einzelne ein Beispiel dafür, wie viel Potenzial und Innovationskraft in der jungen Generation steckt.

Weitere interessante Artikel