Von der Idee zum Produkt: Volksschüler:innen präsentieren „Blatt & Blüte“
Mit viel Kreativität und Unternehmergeist haben Villacher Schülerinnen im Rahmen der Junior Mini Company ihr eigenes kleines Unternehmen gegründet. Unter dem Namen „Blatt & Blüte“ entwickelten sie Produkte, stellten diese selbst her und präsentierten sie nun der Öffentlichkeit.
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Wie aus einer Idee ein echtes Produkt wird, konnten die Schüler:innen der Klasse 4b der Volksschule 5 Villach-St. Martin im Rahmen des Projekts „Junior Mini Company“ der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten (VGK) hautnah erleben. Sie entwickelten ihr eigenes Geschäftsmodell, produzierten Waren und organisierten Verkauf und Präsentation eigenständig.
Die Junior Mini Company richtet sich an Kinder der dritten und vierten Schulstufe und vermittelt wirtschaftliche Grundlagen auf spielerische und praxisnahe Weise. Von der Ideenfindung über Produktion und Marketing bis hin zum Verkauf mit echtem Geld erleben die Kinder, wie Unternehmertum funktioniert – ganz nach dem Prinzip „Learning by doing“.
Lernen durch Tun
Im konkreten Fall entstand die Junior Mini Company „Blatt & Blüte“, bei der die Schüler:innen ihre eigenen Ideen umsetzten. Im Rahmen dieses Programms haben die Kinder mit viel Kreativität und Begeisterung handgemachte Haarseifen entwickelt und hergestellt. Die Präsentation zeigte eindrucksvoll, mit wie Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist die jungen Teilnehmer:innen an die Aufgabe herangegangen sind. Für VGK-Vorsitzenden Siegfried Huber ist das Projekt ein wichtiger Baustein moderner Bildung: „Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Begeisterung und Ernsthaftigkeit die Kinder an das Thema Unternehmertum herangehen. Projekte wie die Junior Mini Company zeigen, wie wichtig es ist, wirtschaftliche Zusammenhänge früh erlebbar zu machen und unternehmerisches Denken schon in jungen Jahren zu fördern.“
Starke Kompetenzen für die Zukunft
Dass das Projekt so erfolgreich umgesetzt werden konnte, ist auch dem Engagement der Schule zu verdanken. Direktorin Ulrike Fugger hebt vor allem den praktischen Ansatz hervor: „Die Kinder waren mit großer Motivation dabei, weil sie von Anfang an selbst gestalten und entscheiden konnten. Zu sehen, wie aus ihren Ideen echte Produkte entstehen, die sie präsentieren und verkaufen können, war für alle eine wertvolle Erfahrung.“ Für Schulqualitätsmanager Gabriel Kusej von der Bildungsregion West zeigt das Projekt, welchen Mehrwert praxisorientiertes Lernen bereits in der Volksschule haben kann: „Die Junior Mini Company bringt Wirtschaft dorthin, wo sie hingehört – mitten in die Lebensrealität der Kinder. Solche Projekte machen Unterricht greifbar und zeigen früh, wie eng Schule und wirtschaftliche Praxis zusammenhängen.“ Neben wirtschaftlichem Grundwissen erwerben die Schüler:innen dabei auch wichtige Kompetenzen wie Teamarbeit, Kommunikation, Eigenverantwortung und Organisation. Gleichzeitig stärkt das Projekt das Selbstvertrauen und vermittelt einen ersten Eindruck von realen wirtschaftlichen Abläufen.