Kärntens Transporteure unter Druck: Entlastung gefordert!
Branchentag am Ossiacher See: Kärntens Transporteure kämpfen mit hohen Kosten, bürokratischen Hürden und Fahrermangel.
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Kärntens Transporteure stehen unter enormem Druck. Beim Branchentag auf der MS Gerlitze am Ossiacher See forderten die Branchenvertreter rasche Entlastungen und faire Wettbewerbsbedingungen. Zugleich zeigte die Veranstaltung, wo die Interessenvertretung zuletzt konkrete Fortschritte erzielen konnte. Bruno Urschitz, Obmann der Fachgruppe Güterbeförderungsgewerbe in der WK Kärnten, brachte die Lage der Kärntner Frächter auf den Punkt. „Insbesondere die anhaltend hohen Treibstoffkosten, stetig steigende bürokratische und gesetzliche Auflagen sowie ein massiver, kontinuierlicher Kostendruck machen den Unternehmen massiv zu schaffen.“ Verschärft wird die Situation durch den akuten Fahrermangel, der die Betriebsabläufe zunehmend erschwert. Elisabeth Rothmüller-Jannach, Obfrau der Sparte Transport und Verkehr in der WK Kärnten, betonte mit Blick auf den hohen Kostendruck: „Wir brauchen dringend Rahmenbedingungen, die die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Transportwirtschaft nachhaltig sichern.“
Erfolge bei Maut und neue Tonagenregelung
Über aktuelle rechtliche und politische Entwicklungen informierte Armin Manutscheri, Geschäftsführer des Fachverbands Güterbeförderungsgewerbe in der WKÖ. Er verwies auf den jüngsten Erfolg der Branche beim Thema Burgenlandmaut und berichtete über den aktuellen Stand der Kollektivvertragsverhandlungen. Besonders hob er die neue Tonagenregelung hervor: „Durch neue Bestimmungen im Kraftfahrgesetz (KFG) konnten Gewichtserhöhungen für Lkw im Baustellen- und Nahverkehr durchgesetzt werden. Diese Neuerung ist ein wichtiger Schritt, um das hohe Eigengewicht moderner, schwerer Aufbauten auszugleichen und die Transporteffizienz zu sichern.“
Gemeinsame Anliegen über Bundesländergrenzen hinweg
Dass viele Herausforderungen nicht an Landesgrenzen enden, zeigte auch der Austausch mit Hannes Matzold, dem Obmann der Fachgruppe Güterbeförderungsgewerbe in der WK Steiermark. Dabei wurde deutlich: Die Transportwirtschaft steht in den verschiedenen Bundesländern vor ähnlichen strukturellen Problemen. „Umso wichtiger ist es, bei zentralen Anliegen gemeinsam aufzutreten und mit einer starken, einheitlichen Stimme Verbesserungen für die Branche einzufordern“, betonten Matzold und Urschitz.
Zum Abschluss rückte der Branchentag den Nachwuchs in den Mittelpunkt. Am Board der MS Gerlitze wurden die Konzessionsurkunden an die nächste Generation verliehen. Insgesamt wurden 25 neue Konzessionen ausgestellt, zehn Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer nahmen ihre Urkunde persönlich entgegen. Der Applaus der Anwesenden machte deutlich, dass es trotz herausfordernder Rahmenbedingungen Menschen gibt, die unternehmerische Verantwortung übernehmen.