Von Klagenfurt nach Riga: Kärntner Junior Company holt Österreich-Sieg
Mit einer ebenso einfachen wie wirkungsvollen Idee hat die Junior Company „Kippe's“ der HTL Mössingerstraße den Bundeswettbewerb der Junior Companies gewonnen. Nach dem Landessieg in Kärnten setzte sich das Team nun auch gegen die besten Schülerunternehmen Österreichs durch und vertritt das Land Anfang Juli beim Europawettbewerb in Riga.
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Was mit einer Idee gegen achtlos weggeworfene Zigarettenstummel begann, wird nun zum österreichischen Erfolg: Die Junior Company „Kippe's“ der HTL Mössingerstraße hat den Bundeswettbewerb der Junior Companies gewonnen und sich damit für den Europawettbewerb von 7. bis 10. Juli in Riga qualifiziert.
Bereits beim Kärntner Landeswettbewerb hatte das Team die Jury überzeugt. Nun setzte sich „Kippe's“ auch auf Bundesebene gegen die besten Schülerunternehmen Österreichs durch. Die Schüler:innen entwickelten einen innovativen Taschenaschenbecher, der direkt an einer Zigarettenschachtel befestigt werden kann und damit eine einfache Lösung für die Entsorgung von Zigarettenstummeln bietet. Bereits beim Landeswettbewerb überzeugte das Projekt durch seinen klaren Nutzen, seine Markttauglichkeit und die professionelle Umsetzung.
Von Kärnten auf die europäische Bühne
Für WKO-Vizepräsidentin Carmen Goby ist der Bundessieg ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie viel Innovationskraft und Unternehmergeist in unseren Jugendlichen steckt. „Die Schüler:innen haben gezeigt, dass gute Ideen, Engagement und Durchhaltevermögen zu beachtlichen Erfolgen führen können. Genau solche Erfahrungen stärken Selbstvertrauen, Eigenverantwortung und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Dass ein Kärntner Team nun Österreich auf europäischer Ebene vertreten darf, ist für mich als Kärntnerin eine besondere Auszeichnung.“ Der Erfolg von „Kippe's“ ist dabei kein Zufall. Im Rahmen des Junior-Programms gründen Jugendliche für ein Schuljahr ein reales Unternehmen, entwickeln Produkte, treffen wirtschaftliche Entscheidungen und sammeln erste Erfahrungen am Markt. Allein in Österreich nahmen heuer mehr als 5.700 Schülerinnen und Schüler mit über 600 Junior Companies an dem Programm teil.
WKK-Präsident Jürgen Mandl sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes: „Unternehmerisches Denken entsteht nicht erst nach dem Schulabschluss. Wer schon früh Verantwortung übernimmt, Ideen entwickelt und diese auch wirtschaftlich umsetzt, sammelt Erfahrungen, die ein Leben lang wertvoll bleiben. Der Erfolg der Kärntner Schülerinnen und Schüler zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in unserer jungen Generation steckt.“
Dass Kärnten mit „Kippe's“ nun den österreichischen Sieger stellt, freut auch Herwig Draxler, Präsident von Junior Achievement Austria: „Das Junior-Programm vermittelt Kompetenzen, die im späteren Berufsleben entscheidend sind. Die Jugendlichen lernen, Herausforderungen zu bewältigen, Entscheidungen zu treffen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Ich gratuliere ‚Kippe's‘ ganz herzlich zum Sieg und es freut mich zu sehen, wie professionell und engagiert junge Menschen heute bereits arbeiten.“
Wirtschaft zum Ausprobieren
Das Junior-Programm zählt zu den erfolgreichsten Wirtschaftsbildungsprogrammen Europas. Schüler:innen gründen dabei für ein Schuljahr ein reales Unternehmen, entwickeln Produkte oder Dienstleistungen und sammeln praktische Erfahrungen in allen Bereichen des Unternehmertums. Im aktuellen Schuljahr wurden in Kärnten insgesamt 48 Junior Companies und acht Junior Mini Companies gegründet.