Tischlertag: Handwerk trifft künstliche Intelligenz
Beim Kärntner Tischlertag in Velden standen neue Technologien und starke Nachwuchsleistungen im Mittelpunkt.
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Handwerkliches Können und moderne Technik gehören im Tischlerberuf schon lange zusammen. Beim Kärntner Tischlertag 2026 im Casineum Velden zeigte die Branche, wie sich traditionelles Handwerk durch Künstliche Intelligenz etwa bei der Planung und der Kundenpräsentation weiterentwickelt. Gleichzeitig wurden die besten Arbeiten des 21. Lehrabschlussprüfungs-Designpreises ausgezeichnet.
Nachhaltigkeit und Regionalität prägen das Tischlerhandwerk seit Generationen. Holz als nachwachsender Rohstoff bildet dabei die Grundlage, während digitale Werkzeuge die Möglichkeiten in Planung, Gestaltung und Fertigung laufend erweitern. Einen Einblick in die heutigen Möglichkeiten von KI im Betriebsalltag gab Paul Hörmandinger mit seinem Vortrag „KI im Workflow der Tischlerei“. Landesinnungsmeister Peter Preinig sieht darin keinen Gegensatz zum klassischen Handwerk: „Der Tischlerberuf lebt vom Wissen über Holz, von Erfahrung, Präzision und einem guten Gespür für Gestaltung. Neue Technologien können uns dabei unterstützen, Arbeitsabläufe zu erleichtern und Ideen für Kundinnen und Kunden noch besser sichtbar zu machen. Entscheidend bleibt aber immer der Mensch, der sein Handwerk beherrscht und die Technik sinnvoll einsetzt.“
Starker Nachwuchs für das Tischlerhandwerk
Die hohe Qualität der Ausbildung in den Kärntner Tischlereibetrieben zeigte sich auch dieses Jahr wieder beim Bundeslehrlingswettbewerb in Graz. Kärnten holte dort drei Stockerlplätze, darunter den Bundessieg im dritten Lehrjahr. Für Preinig sind diese Erfolge auch eine Bestätigung der Ausbildungsarbeit in den Betrieben: „Unsere Lehrlinge zeigen die hohe Qualität der dualen Ausbildung. Hinter solchen Erfolgen stehen junge Menschen mit Ehrgeiz und Können, aber auch Ausbilderinnen und Ausbilder, die ihr Wissen weitergeben. Damit schaffen unsere Betriebe gerade auch in den Regionen berufliche Perspektiven und sichern das Fachwissen für die nächste Generation.“
Designpreis zeichnet die besten Arbeiten aus
Ein Höhepunkt des Abends war die Verleihung des 21. Lehrabschlussprüfungs-Designpreises. Dabei werden Arbeiten ausgezeichnet, die handwerkliche Präzision, Funktion und Gestaltung besonders überzeugend miteinander verbinden. Der Wettbewerb zeigt jedes Jahr die Eigenständigkeit und Kreativität der angehenden Tischler:innen im Umgang mit dem Werkstoff Holz. Der Sieg geht heuer an Janine Perchtold vom Lehrbetrieb Tischlerei Dettelbacher in St. Paul im Lavanttal. Sie hat zur Lehrabschlussprüfung eine Weinanrichte gestaltet.
„Bei diesen Arbeiten sieht man, was unseren Beruf ausmacht: technisches Verständnis, Genauigkeit, Kreativität und die Bereitschaft, sich intensiv mit einem Werkstück auseinanderzusetzen. Darauf können die jungen Fachkräfte ebenso stolz sein wie ihre Ausbildungsbetriebe“, gratuliert Preinig den Preisträgerinnen und Preisträgern. Neben den Auszeichnungen und den aktuellen Entwicklungen der Branche bot der Tischlertag den Betrieben auch Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Austausch.