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Gruppenfoto Mandl Cerne Zauner Weidinger
© WKK I KK

Kärntner Wirtschaft steht Innovation bei Fuß

Die Austrian Defense Innovation Conference wurde heute im Klagenfurter Makerspace der Wirtschaftskammer von Hausherr Präsident Jürgen Mandl und Brigadier Rudolf Zauner vom Verteidigungsministerium eröffnet.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 28.01.2026

Mehr als 400 Milliarden Euro stehen im mehrjährigen Finanzrahmen der EU ab 2028 für Sicherheit und Verteidigung zur Verfügung. Um die Vernetzung zwischen den Innovationsträgern in Start-ups und KMU mit dem Bundesheer und den Streitkräften auf europäischer Ebene zu verstärken, starteten heute mehrere „Defense Challenges“ und ein Hackathon im Rahmen der Austrian Defense Innovation Conference (ADIC), an der mehr als 50 Kärntner Unternehmen teilnahmen. Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl: „Solche Veranstaltungen machen sichtbar, welche Innovationskraft in Kärnten vorhanden ist. Sicherheit hat durch die aktuelle geopolitische Situation massiv an Stellenwert gewonnen, davon soll auch die Wirtschaft entsprechend profitieren.“ 

Technologie als Sicherheitsfaktor

Ein zweiter Gewinner der Annäherung von Wirtschaft und Bundesheer ist die Landesverteidigung, ist Brigadier Rudolf Zauner überzeugt. Er ist Leiter der Abteilung für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung im BMLV und fungiert zugleich als Forschungsdirektor des Ministeriums. „Unser Ziel ist es, in die Verteidigungsforschung mehr Tempo hineinzubekommen. Wir wollen die Pipeline durchgängiger machen, damit Technologie schneller bei der Truppe ankommt!“, erklärte Zauner heute am Rande der Konferenzeröffnung im Makerspace der Wirtschaftskammer. Mit diesem Format will Zauner Start-ups und KMU stärker in die Verteidigungsindustrie integrieren: „Wir haben hier eine Türöffnerfunktion für die Betriebe, die mit der Truppe gemeinsam Innovationen parallel erarbeiten soll. Dieser Prozess darf nicht steckenbleiben, sondern muss in die Anwendung und im bestenfalls in die Skalierung auf europäischer Ebene kommen.“ 

Betriebe und BH schaffen Innovationsökosystem

Organisator der ADIC, die bis Freitag, 30. Jänner im Makerspace und im Lakeside Park stattfindet, ist der Klagenfurter René Cerne, der als Oberstleutnant des höheren militärfachlichen Dienstes im Auftrag des Verteidigungsministerium die dreitägige Konferenz veranstaltet. „Die ADIC und die Defence Innovation Challenge sind der zentrale Motor für ein österreichisches Defence-Innovationsökosystem, in dem Bundesheer, Industrie, Forschung und Start-ups systematisch zusammenarbeiten.“ 

ADIC stützt Industriestrategie

Für ihn als Projektleiter und „Defence Innovation Futurist“ sei es wichtig, dass konkrete Dual-Use-Lösungen entstehen würden, die sowohl die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte als auch die Resilienz von Wirtschaft und Gesellschaft stärken. Cerne, der auch Milizbeauftragter der Wirtschaftskammer Kärnten ist: „Gleichzeitig zahlen die Projekte direkt auf die neue Industriestrategie der Bundesregierung ein, indem sie technologische Souveränität, Wertschöpfung und hochqualifizierte Arbeitsplätze in Österreich fördern. Kurz: ADIC ist nicht nur eine Konferenz, sondern ein Umsetzungslabor für die Sicherheits- und Industriepolitik von morgen.“

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