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KI Agenten
© WKK I Lopez

KI-Agenten: Weniger Routine, mehr Zeit fürs Wesentliche

Wie Unternehmen mit KI Zeit sparen und Abläufe optimieren können, zeigte das Business-Frühstück der WK- Kärnten, das in Kooperation mit DIH-Süd stattfand.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 21.10.2026

Kundenanfragen beantworten, Angebote vorbereiten, Informationen zusammentragen. Viele Unternehmer verbringen täglich wertvolle Zeit mit Routineaufgaben. Genau hier kann künstliche Intelligenz unterstützen. Wie KI-Agenten Arbeitsabläufe erleichtern und Unternehmen effizienter machen können, erfuhren die Teilnehmer beim Business-Frühstück, einer Initiative von DIH SÜD und der Wirtschaftskammer Kärnten. „Künstliche Intelligenz bietet unseren Betrieben große Chancen. Entscheidend ist, dass sie nicht nur darüber reden, sondern KI auch sinnvoll im Alltag einsetzen. Genau hier unterstützen wir mit gezielter Beratung, Förderungen und praxisnahen Angeboten. Wir helfen Unternehmen, die Möglichkeiten von KI zu erkennen und passende Lösungen umzusetzen. Denn wer KI richtig nutzt, spart Zeit, verbessert Abläufe und stärkt seine Wettbewerbsfähigkeit. Eine weitere Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen und praktische Anwendungen zu informieren, bietet der KI Day 2027 am 11. Mai im Lakeside Park in Klagenfurt“, betonte Martin Zandonella, Obmann der Fachgruppe UBIT der Wirtschaftskammer Kärnten.

Den Auftakt bildeten drei Impulsvorträge, in denen drei Experten zeigten, welche Möglichkeiten KI bereits bietet, worauf es bei der Einführung ankommt und wie Unternehmen diese sinnvoll für sich nutzen können. 

Experten gaben Tipps

Dass KI weit mehr kann als Texte schreiben, machte Michael Roth, Lektor und Senior Researcher an der CU Hochschule Kärnten, deutlich. Sein Tipp: Nicht mit der Technologie beginnen, sondern mit einer konkreten Aufgabe. „Das nächste KI-Modell kommt von selbst. Eine klare Aufgabe, funktionierende Prozesse und geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen nicht von selbst. Wer dort anfängt und nicht beim Tool, holt am meisten aus KI heraus. Der Mensch bleibt dabei immer im Zentrum.“

Martin Kompan von Step One Consulting betonte: „Eine KI-Lizenz ist noch keine KI-Transformation. Wer Lizenzen kauft, Mitarbeiter schult und erste KI-Anwendungen ausprobiert, hat den Einstieg geschafft. Aber noch keine nachhaltige Veränderung im Unternehmen bewirkt. KI zu nutzen ist etwas anderes, als mit KI besser zu arbeiten.“ Das eigentliche Potenzial liege darin, Arbeit, Prozesse und Zusammenarbeit neu zu gestalten. Wie das in der Praxis gelingt, zeigte Anton Kudrin von BrumeCore. „KI sollte Unternehmen nicht komplizierter machen, sondern den Arbeitsalltag erleichtern. Dafür sind drei Dinge entscheidend: ein konkretes Problem, die sinnvolle Integration in bestehende Systeme und klare Kontrollmechanismen.“

Nach den Vorträgen ging es vom Zuhören zum Mitreden. An drei Thementischen hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich direkt mit den Experten auszutauschen, eigene Erfahrungen einzubringen und Fragen aus ihrem Betriebsalltag zu diskutieren. „Gerade für kleine und mittlere Unternehmen bietet KI große Chancen. Wichtig ist, Berührungsängste abzubauen und zu zeigen, wo die Technologie im Betriebsalltag tatsächlich einen Nutzen bringt. Als Wirtschaftskammer wollen wir unsere Betriebe dabei begleiten und ihnen Orientierung geben“, erklärte Jutta Steinkellner, Leiterin des Servicezentrums der Wirtschaftskammer Kärnten.

Die Veranstaltung machte deutlich: Nicht die Menge der eingesetzten KI ist entscheidend, sondern die sinnvolle Nutzung der Technologie, um Arbeitsabläufe zu erleichtern und Zeit für das Wesentliche zu gewinnen.