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Koralmbahn fährt – Klagenfurt steht weiterhin auf der Bremse

Die Koralmbahn ist eröffnet, der neue Wirtschaftsraum AREA Süd zwischen Klagenfurt und Graz Realität. 41 Minuten Fahrzeit bedeuten neue Chancen für Betriebe, neue Perspektiven für Fachkräfte und mehr Dynamik für den Standort Klagenfurt. Doch während die Züge längst fahren, schläft die Klagenfurter Stadtpolitik seit Jahren in der Pendeluhr – und es fehlt weiterhin an grundlegender Infrastruktur.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 12.02.2026

Rund um den Hauptbahnhof herrscht massiver Parkplatzdruck. Pendlerinnen und Pendler weichen in Wohnstraßen aus, Anrainerinnen und Anrainer sind unmittelbar betroffen. Eine konkrete Entlastung liegt seit Monaten am Tisch: 60 zusätzliche Park-&-Ride-Stellplätze beim Bahnhof. Die Errichtungskosten werden zu 100 Prozent vom Land Kärnten und den ÖBB übernommen. Für die Stadt Klagenfurt geht es lediglich um die Übernahme von Wartung und Instandhaltung. 

„Wenn eine Landeshauptstadt und ihre zuständige politische Referentin nicht einmal bereit sind, bei 60 Parkplätzen Verantwortung zu übernehmen, dann ist das kein Verwaltungsdetail, sondern ein politisches Armutszeugnis“, stellt Franz Ahm, WK-Bezirksstellenobmann von Klagenfurt, klar. „Pendeln ist Alltag. Pendeln ist entscheidend für Fachkräfte. Und Fachkräfte sind entscheidend für unsere Betriebe.“ 

Die Bezirksstelle Klagenfurt warnt eindringlich: Wer bei einer so grundlegenden Infrastrukturmaßnahme blockiert, sendet ein fatales Signal an Unternehmen, Investoren sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. „Die Koralmbahn ist eine Jahrhundertchance – sie scheitert aber in Klagenfurt am fehlenden politischen Willen. Die Blockade bei diesen Parkplätzen passt aber ins Bild, das die Bahnhofstraße als ‚Tor zur Welt‘ derzeit abgibt. Ein Desaster sondergleichen, das einem die Tränen in die Augen treibt“, so Ahm abschließend.

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