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WK-Präsident Jürgen Mandl
© WKK | Helge Bauer

Oberkärnten abgeschnitten: Sperre von Plöckenpass und Nassfeld verschärfen Lage

„Mit der anhaltenden Sperre des Plöckenpasses und der bevorstehenden Schließung des Nassfeldpasses auf italienischer Seite ist Oberkärnten ab 7. April de facto von wichtigen Nord-Süd-Verbindungen abgeschnitten“, warnt WK-Präsident Jürgen Mandl. Das hat massive Auswirkungen für Betriebe, Tourismus und Pendler. Mandl fordert daher eine dauerhafte Lösung für die Zukunft.

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Aktualisiert am 31.03.2026

„So kann es nicht weitergehen“, sagt WK-Präsident Jürgen Mandl. Für Oberkärnten spitzt sich die Verkehrssituation weiter zu: Während der Plöckenpass bereits seit Längerem unpassierbar ist, wird ab 7. April auch noch der Nassfeldpass auf italienischer Seite gesperrt. „Damit fallen gleich zwei zentrale Verbindungen zwischen Oberkärnten und Italien aus, was weitreichende Folgen für die Region hat.“ 

Die Auswirkungen sind unmittelbar spürbar. Eine direkte Verbindung nach Italien ist derzeit nicht mehr möglich, Verkehrsteilnehmer müssen großräumig ausweichen. Für Betriebe bedeutet das längere Transportwege, höhere Kosten und zusätzliche Unsicherheit. Mandl ergänzt: „Vor allem die Ungewissheit, wie lange diese Situation andauern wird, ist für die Wirtschaft ein Problem.“ 

Massive Folgen befürchtet

Die beiden Passverbindungen sind für die Oberkärntner Wirtschaft von zentraler Bedeutung. Sie sichern nicht nur den Austausch mit dem italienischen Markt, sondern sind auch eine wesentliche Grundlage für den Tourismus und die regionale Wertschöpfung. Der Wirtschaftsstandort sei damit ernsthaft belastet, so Mandl weiter: „Wenn zwei zentrale Nord-Süd-Verbindungen gleichzeitig ausfallen, hat das unmittelbare Auswirkungen. Für viele Betriebe bedeutet das zusätzliche Kosten, für den Tourismus eine spürbare Einschränkung und für Pendler massive Umwege.“ Gerade deshalb brauche es jetzt mehr als kurzfristige Maßnahmen. Aus Sicht der Wirtschaft müsse die aktuelle Situation Anlass sein, langfristige Lösungen voranzutreiben. „Die Faktenlage spricht dafür, dass wir eine dauerhaft tragfähige Lösung brauchen. Eine Tunnelvariante am Plöckenpass wäre sinnvoll und würde eine verlässliche Verbindung sicherstellen“, sagt Mandl. 

Langfristige Lösung gefordert

Die wiederkehrenden Probleme am Plöckenpass zeigen aus Sicht der Wirtschaft deutlich, dass punktuelle Reparaturen keine nachhaltige Lösung darstellen. Eine verlässliche Infrastruktur sei jedoch entscheidend für die Wirtschaft der Region. Für Oberkärnten und insbesondere für das Gailtal geht es um Erreichbarkeit und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe. Die Wirtschaft fordert daher rasche Schritte und klare Perspektiven: „Nur mit einer dauerhaft funktionierenden Nord-Süd-Verbindung können die wirtschaftlichen Potenziale Oberkärntens gesichert und weiterentwickelt werden“, so Mandl.

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