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Kittinger.
© WKK I Peter Just

Ohne Forstdienstleister kein Holz

Forstunternehmer sind unverzichtbar für die heimische Forstwirtschaft. Doch der Nachwuchs fehlt. Branchensprecher Kittinger fordert bessere Rahmenbedingungen.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 01.09.2026

Bevor aus einem Baum ein Dachstuhl, ein Möbelstück oder Brennholz wird, muss das Holz erst einmal aus dem Wald kommen. Was selbstverständlich klingt, ist anspruchsvolle Arbeit. „Viele Menschen machen sich wenig Gedanken darüber, wie das funktioniert. Genau das ist unser tägliches Geschäft“, sagt Roman Kittinger, Sprecher der Fachgruppe der Kärntner Forstunternehmer in der WK Kärnten.  

Rund 6000 gewerbliche Forstdienstleister erwirtschaften in Österreich über 500 Millionen Euro Umsatz. Die gesamte Bruttowertschöpfung in der Forst- und Holzwirtschaft beträgt 43,1 Milliarden Euro und macht 10 Prozent der Wirtschaftsleistung in Österreich aus.  Das Arbeitsfeld reicht von der Holzschlägerung über Aufforstung und Waldpflege bis zur Aufarbeitung großer Holzmengen nach Unwettern oder Käferbefall. „Wenn nach einem Sturm große Flächen betroffen sind oder Käferholz rasch aus dem Wald muss, zählt jeder Tag“, sagt Kittinger. „Unsere Betriebe sorgen dafür, dass das Holz rasch aufgearbeitet wird. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Pflege und Bewirtschaftung unserer Wälder.“ 

Nur vier Lehrlinge in Kärnten

Eine der größten Herausforderungen für die Branche ist der fehlende Nachwuchs. Moderne Maschinen müssen sicher bedient, Fälltechniken beherrscht und Gefahren richtig eingeschätzt werden. Hinzu kommen steiles Gelände, wechselnde Witterungsverhältnisse und die Arbeit mit schweren Maschinen. „Vier Lehrlinge für ganz Kärnten – das zeigt, wo wir derzeit stehen“, sagt Kittinger. „Forsttechnik ist ein moderner, vielseitiger Beruf. Man arbeitet mit großen Maschinen, trägt viel Verantwortung und braucht umfangreiches Fachwissen. Das müssen wir jungen Menschen viel stärker vermitteln.“  

Gleichzeitig brauche es bessere Bedingungen für Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden. „Wir müssen es den Betrieben leichter machen, diesen Weg zu gehen, statt ihnen zusätzliche Hürden in den Weg zu stellen“, betont Kittinger. Das gelte auch für gesetzliche Vorgaben und Sicherheitsbestimmungen. Dass Sicherheit im Wald oberste Priorität hat, steht für Kittinger außer Frage. Entscheidend sei aber, dass Vorschriften unter realen Arbeitsbedingungen funktionieren. „Was auf dem Papier geregelt wird, muss auch draußen im Wald umsetzbar sein“, so Kittinger abschließend.

Berufliche Qualifikation im Mittelpunkt der Holzmesse

Wie gute Ausbildung und sicheres Arbeiten in der Praxis funktionieren, steht bei der Internationalen Holzmesse in Klagenfurt im Mittelpunkt. Die Kärntner Forstunternehmen und der Fachverband der gewerblichen Dienstleister laden am 3. September 2026 um 14 Uhr zum Workshop „Mit fundierter Ausbildung in die Zukunft“. Der Workshop findet in der Messehalle 5, 1. Obergeschoss, Saal 2 statt.

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