Zum Inhalt springen
Foto von der Pressekonferenz mit Mandl und Schuschnig
© WKK

Power-Boost für den Kärntner Tourismus

Das neue Tourismusgesetz steht vor seinem Beschluss. Mit der Reform werden 125 Organisationseinheiten auf drei Ebenen auf künftig zehn Einheiten auf zwei Ebenen reduziert. Zudem stehen dem Tourismus künftig rund 20 Millionen Euro pro Jahr mehr zur Verfügung.

Lesedauer: 3 Minuten

Einen Moment bitte. Ladevorgang läuft ...
0:00
Audio konnte nicht geladen werden. Erneut versuchen
0:00
0:00
Aktualisiert am 24.02.2026

Nach monatelanger Abstimmung wird das neue Kärntner Tourismusgesetz beschlossen. Für die Wirtschaft ist klar: Es handelt sich um einen strukturellen Neustart für eine Branche, die unter starkem Wettbewerbsdruck steht. „Effizienz steigern, Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, Investitionen verstärken“ – mit dieser klaren Zielvorgabe hat WK-Präsident Jürgen Mandl die Reform von Beginn an begleitet. Ziel sei es gewesen, die Komplexität in der Struktur zu senken, mehr Mittel in den Tourismus zu bringen und die Effizienz zu steigern.

Ein zentrales Element der Reform ist die massive Verschlankung der Organisation: Aus bisher 125 Organisationseinheiten auf drei Ebenen werden künftig zehn Einheiten auf zwei Ebenen – die Kärnten Werbung und neun Tourismusverbände. Damit werden Doppelgleisigkeiten abgebaut und Entscheidungsprozesse beschleunigt. Wichtig aus Sicht der Wirtschaft: Die Unternehmerinnen und Unternehmer werden auch weiterhin den Kurs der Tourismusverbände vorgeben.  

20 Millionen Euro mehr für Investitionen

Neben der Strukturreform bringt das neue Gesetz eine grundlegende Neuausrichtung der Finanzierung. Nach 20 Jahren ohne Anpassung wird die bisherige Orts- und Nächtigungstaxe durch eine landesweit einheitliche Aufenthaltsabgabe in Höhe von 4,50 Euro pro Gast und Nacht ersetzt. Darin enthalten ist ein Infrastruktur- und Mobilitätsbeitrag von 0,90 Euro. Insgesamt stehen dem Kärntner Tourismus künftig rund 50 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung – das sind rund 20 Millionen Euro mehr als bisher. Diese zusätzlichen Mittel sollen gezielt in touristische Infrastruktur, Angebotsqualität und Mobilität investiert werden.

Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig sprach in diesem Zusammenhang von einer der größten Reformen dieser Legislaturperiode und betonte, dass man den Tourismus fit für den Wettbewerb der Destinationen machen wolle. 

Reform kommt zur richtigen Zeit

Dass die Reform notwendig ist, unterstrich auch Tourismusspartenobmann Josef Petritsch. In den vergangenen Jahren seien nicht nur die Nächtigungen in Kärnten zurückgegangen, sondern auch die Erträge der Betriebe. „Sie kommt zur rechten Zeit. Jetzt können wir die Handbremse lösen und Gas geben!“ Petritsch verwies darauf, dass der Kärntner Tourismus in der Internationalisierung noch nicht ausreichend angekommen sei: „Das geht so nicht weiter, wir stehen global im Wettbewerb!“  

Klare Zuständigkeiten und mehr Schlagkraft

Auch die Kärnten Werbung übernimmt mit der Reform zusätzliche Verantwortung. Geschäftsführer Klaus Ehrenbrandtner begrüßte die Neuordnung ausdrücklich. Bisher habe Kärnten für Reiseveranstalter neun unterschiedliche Ansprechpartner und zehn regionale Webseiten gehabt – das sei nun vorbei. Künftig werde es eine zentrale Ansprechperson und gebündelte digitale Strukturen geben. Die Reform betrifft rund 20.000 Beschäftigte in 8.500 Betrieben im Sommer beziehungsweise 6.500 Betrieben im Winter. 

Mit der Neuordnung der Strukturen, der Aufstockung der Mittel und der klareren Aufgabenverteilung erhält der Kärntner Tourismus damit einen umfassenden Modernisierungsschub – mit dem Anspruch, wieder in die Pole Position im Wettbewerb der Destinationen vorzustoßen.

Weitere interessante Artikel
  • WIFI Kärnten-Geschäftsführer Andreas Görgei mit dem neuen Kursbuch
    WIFI-Kursbuchpräsentation: "Bleib neugierig!"
    Weiterlesen
  • Teilnehmer der Diskussionsrunde zum Wölfe in Kärnten
    Wölfe in Kärnten: vorausschauender Schulterschluss für die Zukunft wichtig
    Weiterlesen
  • Unternehmen im Einsatz für ihre Branche auf der Lavanttal Rallye: Stefanie Brunner, Jutta Gütler, Florian Waldeck, Hannes Leopold und Bruno Urschitz, Obmann der WK-Fachgruppe Güterbeförderung.
    45. LKW Friends on the road Lavanttal-Rallye lockte zahlreiche Besucher an
    Weiterlesen