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Portrait von Guntram Jilka
© WKK | Helge Bauer

PRIKRAF ist Teil der Gesundheitsversorgung

Die Wirtschaftskammer Kärnten betont die Bedeutung privater Krankenanstalten als Ergänzung des öffentlichen Systems.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 27.08.2026

Die aktuelle Diskussion über den PRIKRAF (Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds) darf aus Sicht der Wirtschaftskammer Kärnten nicht als Debatte über eine Zwei-Klassen-Medizin geführt werden. Private Krankenanstalten sind keine Konkurrenz zum öffentlichen Gesundheitssystem. „Die Diskussion über unser Gesundheitswesen ist notwendig. Sie sollte aber auf Basis von Fakten geführt werden. Der PRIKRAF finanziert keine Luxusmedizin, sondern medizinisch notwendige Leistungen für sozialversicherte Patient:innen“, betont Guntram Jilka, Fachgruppengeschäftsführer der Gesundheitsbetriebe der Wirtschaftskammer Kärnten. 

Die Privatklinik Maria Hilf und die Privatklinik Villach übernehmen jährlich rund 13.000 stationäre Aufenthalte. „Diese Patienten und ihre Erkrankungen verschwinden nicht, wenn PRIKRAF-Mittel wegfallen. Die Behandlungen müssten dann verstärkt von den öffentlichen Krankenhäusern übernommen werden. Wie sollen sich bestehende Wartezeiten verbessern, wenn gleichzeitig funktionierende private Behandlungskapazitäten geschwächt werden?“ 

Private Kapazitäten entlasten das öffentliche System

Die öffentlichen Kärntner Krankenhäuser leisten unverzichtbare Arbeit. Gerade deshalb ist es sinnvoll, sie durch zusätzliche private Kapazitäten zu entlasten. Jilka stellt außerdem klar: „Über den PRIKRAF können nur Leistungen bezahlt werden, für die auch die gesetzliche Krankenversicherung zuständig ist. Rein kosmetische Schönheitsoperationen dürfen daher nicht mit Sozialversicherungsmitteln abgerechnet werden.“ Medizinisch notwendige rekonstruktive Eingriffe, etwa nach einem Unfall oder einer Krebserkrankung, sind selbstverständlich keine Schönheitsoperationen. Die beiden Kärntner Privatkliniken sichern rund 600 direkte Arbeitsplätze. Rund 99 Prozent der befragten Patient:innen würden die Kliniken weiterempfehlen. Herbert Ratz, Geschäftsführer der Privatklinik Maria Hilf und der Privatklinik Villach, erklärt: „Diese hohe Weiterempfehlungsrate zeigt das Vertrauen und die Zufriedenheit der Patient:innen in unseren beiden Häusern.“ Öffentliche und private Krankenanstalten stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern bildeten gemeinsam das österreichische Gesundheitssystem. „Die Menschen wollen rasch, sicher und qualitätsvoll behandelt werden. Entscheidend ist nicht, welches Etikett über dem Eingang eines Krankenhauses steht, sondern dass die notwendige Versorgung verfügbar ist“, so Ratz.  

Jilka ergänzt: „Ein gutes Gesundheitswesen verbindet öffentlich und privat. Es nutzt die Stärken beider Bereiche, schafft eine verlässliche Versorgung und stellt die Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt. Mehr Transparenz, Kontrolle und sinnvolle Verbesserungen sind jederzeit zu diskutieren - aber nicht auf Kosten einer funktionierenden Zusammenarbeit. Österreich braucht ein starkes Miteinander von öffentlichen und privaten Krankenanstalten, damit alle vorhandenen medizinischen Ressourcen bestmöglich für die Menschen eingesetzt werden können.“

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