Zum Inhalt springen
Gruppenfoto
© WKK | Studiohorst

PRIMA statt prime: Jeder Einkauf zu Hause zählt

Unter der Dachkampagne #heimkaufen wollen Wirtschaft und Gemeinden mit „PRIMA statt prime“ Kaufkraft in Klagenfurt-Land halten und heimische Betriebe stärken.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 04.11.2026

Eine Gemeinde kann neue Einwohner gewinnen und trotzdem Kaufkraft verlieren, wenn die Einkäufe vorwiegend anderswo erledigt werden. Genau hier setzt die Initiative „PRIMA statt prime“ an, die die WK-Bezirksstelle Klagenfurt bei einer Bürgermeisterkonferenz im WIFI vorstellte. Sie ist Teil der landesweiten Dachkampagne #heimkaufen, mit der die Wirtschaftskammer Kärnten das Bewusstsein für regionale Wertschöpfung stärken will. Unter dem Motto „Bleibt das Geld, bleibt die Zukunft“ sollen heimische Betriebe stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt und Gemeinden als Partner gewonnen werden. Denn wo Menschen ihr Geld ausgeben, entscheidet auch darüber, wie sich ihre Region wirtschaftlich entwickelt. WK-Bezirksstellenobmann Franz Ahm betonte: „Klagenfurt-Land gewinnt als Wohn- und Wirtschaftsstandort zunehmend an Attraktivität. Aber neue Einwohner bedeuten nicht automatisch neue Kunden für unsere Betriebe. Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen wissen, welche großartigen Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen es direkt vor ihrer Haustür gibt. Jeder Euro, der bei einem heimischen Betrieb ausgegeben wird, unterstützt Arbeitsplätze, Lehrstellen und Investitionen in unseren Gemeinden.“ 

Kaufkraft ist eine Zukunftsfrage

Strategieentwickler Mario Schönherr erklärte, warum die regionale Wertschöpfung gerade angesichts des demografischen Wandels an Bedeutung gewinnt. Neue Einwohner und Unternehmen eröffnen dem Bezirk wirtschaftliche Chancen. Entscheidend ist allerdings, wie viel der damit verbundenen Kaufkraft tatsächlich vor Ort bleibt. „Eine Region wird nicht allein dadurch stärker, dass mehr Menschen dort wohnen. Entscheidend ist auch, wo sie einkaufen, welche Dienstleistungen sie nutzen und wo Unternehmen ihre Aufträge vergeben. Wenn Kaufkraft dauerhaft abfließt, profitieren die Gemeinden nur eingeschränkt von ihrer positiven Entwicklung. Deshalb müssen wir regionale Wirtschaftskreisläufe bewusst stärken“, erklärte Schönherr. Die Initiative richtet sich dabei ausdrücklich nicht gegen den Onlinehandel. Vielmehr soll sie dazu anregen, vor einer Bestellung kurz zu überlegen: „Gibt’s das auch bei uns?“ Schließlich bieten viele heimische Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen längst auch online an. 

#heimkaufen als Dachkampagne

Mit „PRIMA statt prime“ wird die landesweite Botschaft von #heimkaufen gezielt in die Gemeinden von Klagenfurt-Land getragen. Wie das gelingen soll, erläuterte WK-Bezirksstellenleiter Markus Polka. Herzstück sind die sogenannten PRIMA-Betriebe, die sich mit Aufklebern, Plakaten und weiteren Werbemitteln als regionale Anbieter präsentieren können. Ergänzend sollen Unternehmerporträts und Aktivitäten in den sozialen Medien für zusätzliche Sichtbarkeit sorgen. Auch die Gemeinden werden eingebunden und können über ihre Websites, Gemeindezeitungen und Veranstaltungen auf die Initiative aufmerksam machen. „Wir wollen die Initiative dorthin bringen, wo die Menschen täglich ihre Entscheidungen treffen – in die Geschäfte, die Gemeinden und auch ins Internet. Jeder Betrieb soll die Möglichkeit haben, sich als PRIMA-Betrieb zu präsentieren. Wenn Wirtschaft und Gemeinden gemeinsam informieren, erreichen wir wesentlich mehr Menschen und machen sichtbar, wie vielfältig das Angebot in unserer Region tatsächlich ist“, so Polka.  

Für Ahm ist die Zusammenarbeit mit den Gemeinden entscheidend: „Wir können niemandem vorschreiben, wo er einkauft. Aber wir können dafür sorgen, dass die heimischen Betriebe bei dieser Entscheidung wieder stärker berücksichtigt werden. Die Wirtschaftskammer Kärnten setzt alles daran, dass möglichst viel Wertschöpfung im Land bleibt. Mit #heimkaufen und ,PRIMA statt prime‘ wollen wir gemeinsam mit unseren Betrieben und Gemeinden das Bewusstsein dafür stärken. Denn jeder Einkauf bei einem heimischen Unternehmen ist auch eine Entscheidung für die wirtschaftliche Zukunft unserer Region.“