Sommerbranchentreff rückt Film- und Musikwirtschaft ins Rampenlicht
Beim Sommerbranchentreff der Kärntner Film- und Musikwirtschaft standen Branchenaustausch und die Auszeichnung langjähriger Mitgliedsbetriebe im Mittelpunkt.
Lesedauer: 3 Minuten
Der Burghof in Klagenfurt war auch heuer wieder der Treffpunkt der Kärntner Film- und Musikwirtschaft. Die Fachvertretung der Film- und Musikwirtschaft lud gemeinsam mit der Carinthia Film Commission und der Abteilung Kunst, Kultur und Gesellschaft des Landes Kärnten zum traditionellen Sommerbranchentreff der Kärntner Film- und Musikwirtschaft. Zahlreiche Filmschaffende, Produzent:innen und Branchenvertreter:innen nutzten den Abend, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Neben einer hochkarätig besetzten Diskussion über die Zukunft der Programmkinos wurden auch zwei Filmemacher für ihre langjährige unternehmerische Tätigkeit ausgezeichnet.
30 Jahre Filmproduktion aus Kärnten
Seit drei Jahrzehnten steht die PKM FilmproduktionsGmbH für professionelle Filmproduktionen aus Kärnten. Das Unternehmen von Mario Kreuzer hat sich weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht – unter anderem mit Natur- und Tierdokumentationen, Sportübertragungen, Reportagen sowie Imagefilmen für ORF, Servus TV und zahlreiche weitere Auftraggeber. Ebenfalls auszeichnet wurde Dokumentarfilmer Robert Schabus für sein 25-jähriges Firmenjubiläum. Zu seinen sozial-dokumentarischen Arbeiten für das Kino zählen u.a. „Bauer Unser“, „Mind the Gap“ sowie „Alpenland“, Filme die Kritik und Publikum gleichermaßen begeisterten. Für WK-Fachvertretungsvorsitzenden Andreas Frei zeigen diese Unternehmen beispielhaft die Qualität der Branche in Kärnten: „Unsere Film- und Musikwirtschaft verbindet Kreativität mit unternehmerischem Denken und schafft damit Wertschöpfung, Arbeitsplätze sowie Sichtbarkeit für unser Bundesland. Der Erfolg über die Landesgrenzen hinaus ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern zeigt auch die Professionalität unserer Betriebe.“
Kärnten als Filmkulisse
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Kärnten-Premiere des Landkrimis „Die Kuh, die weint“. Der Film wurde im vergangenen Jahr unter anderem am Ossiacher See gedreht und von der Carinthia Film Commission unterstützt. Im begleitenden Filmgespräch, bei dem u. a. die beiden Hauptdarstellerinnen Jutta Fastian und Pia Hierzegger sowie die Produzent:innen dabei waren, erhielten die Besucher:innen Einblicke in die Entstehung der Produktion und die Dreharbeiten in Kärnten.
Der Sommerbranchentreff machte damit einmal mehr deutlich, welche Bedeutung der Filmstandort Kärnten für nationale und internationale Produktionen gewonnen hat. Neben attraktiven Drehorten tragen dabei auch die heimischen Filmschaffenden und die enge Zusammenarbeit innerhalb der Branche wesentlich zum Erfolg bei. Für Andreas Frei ist die Vernetzung deshalb ein wesentlicher Erfolgsfaktor: „Die Film- und Musikwirtschaft lebt von Zusammenarbeit. Viele Projekte entstehen erst durch den persönlichen Austausch. Veranstaltungen wie der Sommerbranchentreff bringen Film- und Musikschaffende zusammen, fördern neue Kooperationen und zeigen, wie vielfältig und professionell unsere Branche in Kärnten aufgestellt ist.“
Filmwirtschaft schafft Wertschöpfung
Die Film- und Musikwirtschaft ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Kärnten. Mehr als 300 Betriebe sind in diesem Bereich tätig und reichen von der Filmproduktion über Postproduktion bis hin zum Vertrieb. Als wichtige Impulsgeberin für regionales Filmschaffen fördert die Carinthia Film Commission die Umsetzung von Film- und TV-Produktionen in Kärnten mit einem Jahresbudget von 500.000 Euro. Der wirtschaftliche Nutzen der Filmförderung ist groß: Jeder eingesetzte Fördereuro löst ein Vielfaches an regionaler Wertschöpfung aus und stärkt damit nicht nur die Kreativwirtschaft, sondern auch den Tourismus, die Gastronomie und zahlreiche weitere Branchen.