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Sommergespräche der WK Bezirksstelle Klagenfurt.
© WKK I Hannes Krainz

Sommergespräch: Zuversicht und neue Chancen für Kärntens Wirtschaft

Beim Sommergespräch der WK-Bezirksstelle Klagenfurt standen notwendige Reformen und neue Chancen für den Standort im Mittelpunkt.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 14.08.2026

Hohe Kosten, Bürokratie, Investitionszurückhaltung und wirtschaftliche Unsicherheiten fordern Kärntens Unternehmen weiterhin stark. Beim Sommergespräch der WK-Bezirksstelle Klagenfurt im SOLEO in Krumpendorf bot sich Gelegenheit, diese Themen offen anzusprechen und zugleich den Blick nach vorne zu richten. An die 80 Unternehmer:innen nutzten den Abend, um aktuelle Themen zu diskutieren, neue Kontakte zu knüpfen und sich über gemeinsame Zukunftsperspektiven auszutauschen. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen auch wir als Wirtschaftskammer unsere Strukturen hinterfragen und verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umgehen. Mit der Zusammenlegung der Bezirksstellen Klagenfurt Stadt und Klagenfurt Land haben wir eine konkrete Strukturreform umgesetzt. Heute vertreten wir gemeinsam rund 12.000 Betriebe – mit dem klaren Anspruch, effizient zu sein und gleichzeitig nah bei unseren Unternehmen zu bleiben“, betonte Bezirksstellenobmann Franz Ahm.

Persönlicher Kontakt mit Mitgliedern

Wichtig ist für Ahm der direkte Kontakt mit den Mitgliedern. „Wirtschaftskammerarbeit darf nicht nur am Schreibtisch stattfinden. Wir müssen zu den Betrieben hinausgehen, ihnen zuhören und vor Ort erfahren, was gebraucht wird.“ Intensiviert wird künftig auch der Austausch mit den Kommunen. Ahm ergänzt: „Wir wollen die wirtschaftlichen Anliegen unserer Betriebe noch stärker auf die kommunale Ebene bringen. Dazu planen wir eine Bürgermeisterkonferenz und direkte Gespräche vor Ort.“

Eine große Chance sieht Ahm in der AREA Süd, durch die die Koralmbahn Kärnten und die Steiermark wirtschaftlich enger zusammenrücken lässt: „Gerade jetzt dürfen wir bei allen Schwierigkeiten die Chancen nicht aus den Augen verlieren. Mit der AREA Süd ist ein neuer, größerer Wirtschaftsraum entstanden. Diesen müssen wir künftig intensiv für Kooperationen, neue Märkte und zusätzliche Wertschöpfung nutzen.“

WK-Präsident Jürgen Mandl sprach die schwierige Situation der Betriebe offen an, richtete den Blick aber bewusst nach vorne: „Die Herausforderungen sind real und dürfen nicht kleingeredet werden. Umso wichtiger sind verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Belastungen und wieder mehr Spielraum für unternehmerisches Handeln. Kärnten hat starke Betriebe und engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer. Auf diese Stärke können und müssen wir bauen.“ 

Gelungene Betriebsübergabe

Wie unternehmerische Zukunft konkret aussehen kann, zeigt Gastgeberin Ines Frank. Der Familienbetrieb SOLEO wurde 1981 von Walter Frank gegründet und später von Maria Frank weiterentwickelt. Ines Frank stieg nach ihrem BWL-Studium und beruflicher Erfahrung außerhalb des Familienbetriebs 2018 ein, übernahm 2023 das Restaurant und trägt mittlerweile die Verantwortung für den Betrieb. Für Mandl ist sie damit auch ein Beispiel für eine gelungene Betriebsnachfolge: „In den kommenden Jahren stehen in Kärnten zahlreiche Übergaben an. Das Beispiel der Familie Frank zeigt, wie die nächste Generation eigene Erfahrungen und neue Ideen einbringen und gleichzeitig erfolgreich auf dem aufbauen kann, was über Jahrzehnte geschaffen wurde. Sie sichern Know-how, Arbeitsplätze und Wertschöpfung in unseren Regionen.“

Einen internationalen Blick auf den Wirtschaftsstandort brachte José María Bové, österreichischer Honorargeneralkonsul für Katalonien und Aragonien, in die Runde. Er nutzte seinen Kärnten-Aufenthalt auch dazu, um sich ein persönliches Bild von der wirtschaftlichen Situation im Land zu machen und sich mit Vertretern der heimischen Wirtschaft auszutauschen.

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