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Gruppenfoto mit vier Personen
© WKK

Jobbörse öffnet Wege in Kärntens Wintersaison

In Villach trafen rund 300 Interessierte auf 30 Tourismusbetriebe. Unter den Jobsuchenden waren auch Personen aus Wien und der Steiermark.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 13.10.2026

Kurze Wege, persönliche Gespräche und konkrete Jobchancen: Bei der Tourismus Winterjobbörse in Villach kamen rund 300 Arbeitssuchende mit 30 Kärntner Tourismusbetrieben zusammen. Im direkten Gespräch konnten beide Seiten rasch herausfinden, ob Vorstellungen, Qualifikationen und offene Stellen zusammenpassen. Neben Interessierten aus Kärnten reiste – wie im Vorjahr auch - eine Gruppe aus Wien an. Erstmals nutzten auch Arbeitssuchende aus der Steiermark die Gelegenheit, Kärntner Arbeitgeber kennenzulernen. Das zeigt zugleich, wie sich mit der Koralmbahn der Arbeitsmarkt in der AREA Süd über bisherige Grenzen hinweg erweitert. Mit Ende September meldeten die Kärntner Betriebe 561 offene Stellen im Tourismus. Dem gegenüber standen 2.102 Jobsuchende in diesem Bereich.  

Persönliches Gespräch öffnet Türen

Die Tourismus-Jobbörse setzt bewusst auf unkomplizierte Begegnungen statt langer Bewerbungsverfahren. Die teilnehmenden Hotels und Gastronomiebetriebe führten an einem Tag zahlreiche Bewerbungsgespräche und präsentierten ihre offenen Stellen für die bevorstehende Wintersaison. Dieses direkte Kennenlernen hat sich bereits in den vergangenen Jahren bewährt. Unter den Besucher:innen waren auch rund 40 Teilnehmer:innen aus ÖIF-Deutschkursen, die die Möglichkeit nutzten, direkt mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen. Für Tourismus-Spartenobmann Josef Petritsch liegt darin die besondere Stärke der Veranstaltung: „Ein Lebenslauf erzählt viel, aber ein persönliches Gespräch oft noch mehr. Genau diese Möglichkeit bietet die Jobbörse: Unsere Betriebe lernen in kurzer Zeit viele potenzielle Mitarbeiter kennen, und die Bewerber können sich unmittelbar ein Bild von ihren möglichen Arbeitgebern machen. Gerade vor der Wintersaison ist das für beide Seiten eine große Chance.“ Auch für Stefan Sternad, Obmann der Fachgruppe Gastronomie, ist der direkte Kontakt entscheidend: „Im Tourismus gibt es vielfältige Einstiegsmöglichkeiten und Entwicklungschancen. Manchmal braucht es nur das erste persönliche Gespräch, damit aus einer offenen Stelle ein neuer beruflicher Weg entsteht. Die große Zahl an Besuchern zeigt, dass Interesse an Arbeitsplätzen im Kärntner Tourismus vorhanden ist – unsere Aufgabe ist es, Menschen und Unternehmen möglichst unkompliziert zusammenzubringen.“ 

AREA Süd wird auch zum gemeinsamen Arbeitsmarkt

Mit Teilnehmern aus der Steiermark erhält die Jobbörse heuer eine zusätzliche Dimension. Seit der Inbetriebnahme der Koralmbahn im vergangenen Dezember rücken die Arbeitsmärkte in Kärnten und der Steiermark enger zusammen. Das AMS Kärnten verfolgt heuer das ausdrückliche Ziel, die neue Mobilitätsachse zu einer „Jobachse“ weiterzuentwickeln und gemeinsam mit dem AMS Steiermark einen starken Arbeitsmarkt Süd aufzubauen. Auch aktuelle Entwicklungen zeigen, dass die Vermittlung über die Landesgrenze hinweg bereits zunimmt. Peter Wedenig, Landesgeschäftsführer des AMS Kärnten, sieht darin neue Möglichkeiten für Beschäftigte und Unternehmen: „Die Koralmbahn verändert nicht nur unsere Verkehrswege, sondern erweitert auch den Arbeitsmarkt. Unser Ziel ist es, aus der Mobilitätsachse eine echte Jobachse zu machen. Wenn Arbeitssuchende aus der Steiermark heute in Villach mit Kärntner Tourismusbetrieben ins Gespräch kommen, wird sichtbar, was der Arbeitsmarkt Süd ganz praktisch bedeuten kann: mehr Auswahl für Betriebe und zusätzliche berufliche Chancen für die Menschen.“ Die Jobbörse schafft somit nicht nur Kontakte für die bevorstehende Wintersaison, sondern macht auch Kärntner Tourismusbetriebe über die Landesgrenzen hinaus als Arbeitgeber sichtbar.