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Portrait von Elisabeth Rothmüller-Jannach
© WKK | Helge Bauer

Treibstoffpreise: Wirtschaft warnt vor Kostenlawine – „Gewerbediesel jetzt umsetzen“

Angesichts anhaltend hoher und eventuell weiter steigender Treibstoffpreise warnt die WK Kärnten vor massiven Folgewirkungen für den gesamten Wirtschaftsstandort.

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Aktualisiert am 01.04.2026

Die Obfrau der Sparte Transport und Verkehr, Elisabeth Rothmüller-Jannach, fordert daher die rasche Einführung eines begünstigten „Gewerbediesels“, um die explodierenden Transportkosten einzudämmen und eine neue Inflationswelle zu verhindern. „Die zuletzt beschlossenen Maßnahmen greifen zu kurz. Die Preisbremse ist ein erster Schritt, aber sie reicht bei weitem nicht aus, um die enorme Kostenbelastung der Betriebe abzufedern“, stellt Rothmüller-Jannach klar. Die Transportwirtschaft stehe massiv unter Druck, da Treibstoff einer der zentralen Kostenfaktoren sei.  

Transportkosten treffen gesamte Wirtschaft

Besonders kritisch sei, dass steigende Treibstoffpreise nicht nur einzelne Branchen betreffen. „Was im Transport teurer wird, verteuert letztlich alles – vom Lebensmittel im Supermarkt bis zum Industrieprodukt“, unterstreicht auch Bruno Urschitz, Obmann der Fachgruppe Güterbeförderungsgewerbe. Höhere Logistikkosten würden entlang der gesamten Wertschöpfungskette weitergegeben und könnten damit die Inflation erneut anheizen. Besonders in einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit sei das ein gefährlicher Trend: „Wir riskieren eine neue Kostenlawine, die Betriebe und Konsumentinnen gleichermaßen trifft.“ 

Gewerbediesel als zielgerichtete Entlastung

Die Wirtschaftskammer spricht sich daher klar für die Einführung eines sogenannten Gewerbediesels aus. Konkret soll der CO₂-Preis auf Diesel für gewerbliche Transporte zumindest temporär ausgesetzt werden. Diese Maßnahme würde rasch und zielgerichtet wirken. „Ein Gewerbediesel ist keine Subvention, sondern eine faire Rückführung von Mehreinnahmen“, betont Rothmüller-Jannach. Seit Einführung der CO₂-Bepreisung habe der Staat Milliardenbeträge eingenommen. Ein Teil davon müsse nun an jene zurückfließen, die diese Einnahmen erwirtschaften.  

Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr

Neben einer Steuersenkung wäre auch eine Mineralölsteuerrückvergütung nach dem Vorbild für land- und forstwirtschaftliche Betriebe begrüßenswert. Denn ohne wirksame Entlastungen drohen laut Urschitz weitreichende Konsequenzen: „Die Transportwirtschaft ist das Rückgrat unserer Versorgung. Wenn hier die Kosten weiter steigen, geraten Lieferketten unter Druck – mit direkten Auswirkungen auf Betriebe, Arbeitsplätze und die Versorgungssicherheit.“ Zudem stehe die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts auf dem Spiel. Österreichische Unternehmen müssten im internationalen Vergleich bestehen – dauerhaft höhere Transportkosten seien dabei ein klarer Nachteil. 

Impuls für den Standort

Die Wirtschaftskammer Kärnten appelliert daher an die Bundesregierung, rasch zu handeln: „Wenn die Politik Preisstabilität und Versorgungssicherheit ernst nimmt, muss sie jetzt handeln. Jeder weitere Aufschub verteuert das Leben und schwächt den Standort“, so Rothmüller-Jannach abschließend.

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