Volksschüler zeigten Unternehmergeist
157 Kärntner Volksschüler bewiesen ein Schuljahr lang bei der Junior-Mini-Company Unternehmergeist und wurden geehrt.
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Bevor die ersten Lippenbalsame, Lavendelkissen, Bienenprodukte oder handgefertigte Textil- oder Naturprodukte verkauft werden konnten, musste geplant, gerechnet und organisiert werden. Schüler:innen haben an sechs Volksschulen in Kärnten im Rahmen des Projektes Junior-Mini-Company im Unterricht gelernt, wie man ein eigenes Unternehmen gründet, Produkte entwickelt und deren Herstellung und Vermarktung auf die Beine stellt. Die 157 wissbegierigen Nachwuchsunternehmer:innen haben nicht nur Durchhaltevermögen bewiesen, sondern sie sind der beste Beweis dafür, dass wirtschaftliches Denken, Kreativität und Teamgeist bereits in der Volksschule beginnen kann.
Teamfähigkeit, Eigenverantwortung, Kreativität und wirtschaftliches Denken
Im Rahmen der feierlichen Abschlussveranstaltung wurden die engagierten Schüler:innen für ihre Leistungen ausgezeichnet. Dabei hob Siegfried Huber, Präsident der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten (VWG), die Bedeutung des Programms für die frühe Wirtschaftsbildung hervor: „Das von der VWG Kärnten initiierte Programm vermittelt Entrepreneurship Education bereits in der Volksschule praxisnah, kreativ und altersgerecht. Die Kinder erleben den gesamten Weg – von der ersten Idee bis zum Verkauf – und stärken dabei Teamfähigkeit, Eigenverantwortung, Kreativität und wirtschaftliches Denken.
Frühzeitige Wirtschaftsbildung ein enormer Vorteil
Auch WK-Vizepräsidentin Nika Basic betonte den hohen Stellenwert frühzeitiger Wirtschaftsbildung und verwies auf den nachhaltigen Mehrwert praktischer Erfahrungen: „Wer Wirtschaft verstehen will, muss sie erleben. Mit der Junior Mini Company erfahren Kinder ganz praktisch, wie aus einer Idee ein Produkt und aus Teamarbeit ein gemeinsamer Erfolg wird. Diese ersten Erfahrungen mit Unternehmertum schaffen Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und machen Mut, eigene Ideen umzusetzen.“
Unternehmerisches Denken
Für Hans Schönegger, Vorstand der Privatstiftung Kärntner Sparkasse, leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung zentraler Zukunftskompetenzen: „Unternehmerisches Denken beginnt nicht erst mit der Gründung eines Unternehmens. Es beginnt dort, wo Kinder lernen, Ideen zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und Herausforderungen selbstbewusst anzupacken. Genau diese Fähigkeiten sind entscheidend für ihre persönliche und berufliche Zukunft.“ Bildungsdirektorin Isabella Penz unterstrich die Bedeutung des Programms für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder: „Bei der Junior Mini Company wird Lernen mit praktischer Erfahrung verbunden. Die Schülerinnen und Schüler erwerben dabei wichtige Kompetenzen wie Kreativität, Problemlösungsfähigkeit, Teamarbeit und Eigenverantwortung. Das sind Fähigkeiten, die sie weit über die Schulzeit hinaus begleiten werden.“ Und auch Stefan Sandrieser, in Vertretung von LH Daniel Fellner zeigte sich von der Initiative überzeugt und hob die nachhaltigen Lernerfahrungen hervor: „Die Junior-Mini-Company zeigt eindrucksvoll, dass wirtschaftliches Denken weit mehr bedeutet als Zahlen und Rechnungen. Die Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen, gemeinsam Herausforderungen zu meistern und ihre Ideen mit Begeisterung umzusetzen. Damit werden wichtige Kompetenzen gefördert, die sie weit über die Schulzeit hinausbegleiten.“
Fortsetzung des Projektes im kommenden Schuljahr
Mit der feierlichen Ehrung endet ein erfolgreiches Projektjahr. Gleichzeitig steht bereits die nächste Runde in den Startlöchern: Auch im kommenden Schuljahr erhalten weitere Volksschulklassen die Möglichkeit, ihre eigenen Unternehmen zu gründen und erste unternehmerische Erfahrungen zu sammeln. Lehrkräfte können sich HIER registrieren.