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Siegfried Huber, Vorsitzender der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten hinter einem Rednerpult
© WKK | Peter Just

Jubiläums-Vortragsreihe bringt neue Perspektiven auf Europas Zukunft

„360° Wirtschaftsperspektiven: Schweigen, Wachstum, Wirklichkeit“ – so lautet der Titel der Jubiläums-Vortragsreihe der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Kärnten im Frühjahr. Hochkarätige Expert:innen beleuchten Reformbedarf, geopolitische Spannungen, Wachstumsperspektiven und wirtschaftliche Mythen.

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Aktualisiert am 24.02.2026

Europa steht vor tiefgreifenden Herausforderungen. Wirtschaftliche Stagnation, geopolitische Unsicherheiten und strukturelle Reformfragen prägen die Debatten. Die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Kärnten (VGK) greift diese Themen in ihrer diesjährigen 30. Jubiläumsreihe auf und bietet ab 5. März 2026 eine fundierte Einordnung aktueller Entwicklungen.

Plattform für wirtschaftlichen Diskurs

Der VGK-Vorsitzende Siegfried Huber betont die besondere Bedeutung des Jubiläums: „Zum 30. Mal bietet die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Kärnten eine Plattform für fundierte wirtschaftliche Diskussionen. Gerade in einer Zeit multipler Herausforderungen ist es entscheidend, Entwicklungen einzuordnen und unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen.“ Auch VGK-Geschäftsführer Herwig Draxler unterstreicht den Anspruch der Reihe: „Unsere Vorträge sollen Orientierung geben und wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich machen. Die Vielfalt der Themen zeigt, wie eng Reformpolitik, internationale Entwicklungen und gesellschaftliche Dynamiken miteinander verknüpft sind.“

Reformen, Geopolitik und wirtschaftliche Realität im Mittelpunkt

Den inhaltlichen Auftakt bildet eine Auseinandersetzung mit Reformfähigkeit und Standortpolitik. In seinem Vortrag „Update für die Republik“ analysiert Holger Bonin vom Institut für Höhere Studien, wie Österreich angesichts einer erodierenden Weltordnung und eines reformschwachen Europas neue Kraft schöpfen kann. Im Zentrum stehen dabei ein grundlegendes Neudenken des Föderalismus in den Bereichen Bildung und Gesundheit sowie strukturelle Anpassungen im Steuer- und Sozialsystem.

An diese Reformperspektive knüpfen auch Gabriel Felbermayr vom WIFO und Stefan Bruckbauer, Chefökonom der Bank Austria, an. Felbermayr hebt in seinem Vortrag mit dem Titel „Auswege aus der Dauerkrise“ die Vertiefung des EU-Binnenmarktes als entscheidenden Wachstumsmotor hervor und fordert konkrete Reformen bei Lohnnebenkosten, Strompreisen und Verwaltungseffizienz. Bruckbauer richtet den Blick auf die langfristigen Wachstumschancen Europas. Er beleuchtet strukturelle Veränderungen in Nachfrage und Kostenbelastung und diskutiert, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, damit Europa wieder nachhaltig wachsen kann. 

Die internationale Dimension wird insbesondere im Vortrag von Erste-Bank-Analyst Friedrich Mostböck deutlich. Unter dem Titel „Spannungsfeld der Geopolitik“ analysiert er globale wirtschaftliche Entwicklungen und Finanzmärkte vor dem Hintergrund geopolitischer Herausforderungen. Dabei legt er einen besonderen Fokus auf Zentral- und Osteuropa – eine Region mit hoher wirtschaftlicher Relevanz für Kärnten. 

Mit einem anderen, gesellschaftlich-psychologischen Zugang erweitert Reinhard Haller die wirtschaftliche Perspektive. Der Autor und Psychotherapeut beleuchtet die destruktive Seite des Schweigens – von Partnerschaft und Arbeitswelt bis hin zu Wirtschaft und Politik – und zeigt auf, wie kommunikative Blockaden zu Eskalationen und strukturellen Problemen führen können. 

Den Abschluss der Reihe bildet Doris Prammer von der Österreichischen Nationalbank. In ihrem Vortrag „Inflation – Fakten und Mythen“ setzt sie sich mit einem der meistdiskutierten wirtschaftlichen Phänomene auseinander und ordnet aktuelle Preisentwicklungen sachlich ein. 

Alle Details zu Terminen, Vortragenden und Themen finden Sie HIER.

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