Westbahn startet auf Südstrecke: Kühnsdorf erhält Fernverkehrshalt
Seit 1. März 2026 fährt die Westbahn erstmals regulär auf der Südstrecke und hält täglich in Kühnsdorf. Damit wird ein langjähriges Anliegen der Wirtschaftskammer Kärnten Realität. Mit anfangs drei und ab Ende März dann mit bis zu fünf täglichen Verbindungen sorgt die Westbahn für mehr Wettbewerb, eine bessere Anbindung und neue Impulse in Südkärnten.
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Mit vergangenem Sonntag begann ein neues Kapitel für die Mobilität in Südkärnten. Die Westbahn nahm den regulären Betrieb auf der Südstrecke auf und hält dreimal täglich, ab Ende März dann bis zu fünfmal täglich je Richtung in Kühnsdorf. Die Region ist damit direkt an Wien und Graz angebunden und insgesamt deutlich schneller in der gesamten Alpen-Adria-Region erreichbar. Für WK-Präsident Jürgen Mandl ist der Start ein klares Signal: „Mehr Wettbewerb und mehr Verbindungen sind immer gut – für die Fahrgäste ebenso wie für den Standort. Konkurrenz belebt das Angebot, sorgt für attraktive Preise und stärkt die Qualität.“ Gerade im Hinblick auf die Koralmbahn und die AREA Süd sei eine leistungsfähige Bahnanbindung ein entscheidender Standortfaktor.
Erfolg für Südkärnten
Der Fernverkehrshalt in Kühnsdorf ist das Ergebnis jahrelanger Bemühungen. Die Wirtschaftskammer Kärnten hat sich konsequent für eine starke Anbindung der Region eingesetzt. „Für rund 40.000 Menschen im Einzugsgebiet ist die direkte Anbindung Südkärntens an das Fernverkehrsnetz ein längst fälliger und wichtiger Schritt“, betont Rudolf Bredschneider, WK-Bezirksstellenobmann von Völkermarkt. „Der tägliche Halt bedeutet echte Perspektiven für die Wirtschaft, für den Tourismus und für Pendlerinnen und Pendler. Kühnsdorf wird zur zentralen Drehscheibe für die gesamte Region.“ Die Fahrzeit von Graz nach Kühnsdorf beträgt künftig 32 Minuten und von Kühnsdorf nach Klagenfurt nur zehn Minuten. Jeder Westbahn-Zug hält in Kärnten außerdem in Klagenfurt, Pörtschach und Villach.
Impuls für Tourismus und Arbeitsmarkt
Die neue Verbindung eröffnet besonders für den Tourismus in Südkärnten zusätzliche Chancen. Tagesgäste und Kurzurlauber erreichen die Region künftig schneller und komfortabler. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von einer besseren Erreichbarkeit für Fachkräfte und Geschäftspartner. Mandl sieht darin einen klaren Wettbewerbsvorteil: „Die Erreichbarkeit entscheidet heute über Standortqualität. Wer investieren will, braucht eine funktionierende Infrastruktur. Mit der Westbahn bekommt Kärnten zusätzliche Schlagkraft.“ Mit Blick in die Zukunft hält die Wirtschaftskammer Kärnten auch weitere Entwicklungsschritte für denkbar. Sollte die Westbahn Richtung Salzburg ausgebaut werden, würden zusätzliche Wirtschaftsräume wie Salzburg und München noch näher an Südkärnten rücken. Damit würde sich die verkehrstechnische Position der Region im nationalen und internationalen Kontext weiter stärken.
Für die Wirtschaft in Südkärnten bedeutet das: mehr Mobilität, mehr Wettbewerb und mehr Zukunftsperspektiven.