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Gruppenfoto mit Ehrenurkunden
© WKK | Michael Neuwirth

„Wirtschaftsanker“ in Döbriach: Betriebe im Austausch

Beim Sommergespräch der WK-Bezirksstelle Spittal standen aktuelle Herausforderungen, regionale Chancen und der persönliche Dialog im Mittelpunkt.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 11.09.2026

Das Strandbad Sittlinger bot den Rahmen für den diesjährigen „Wirtschaftsanker“ – den Sommergesprächen mit WK-Präsident Jürgen Mandl in den Bezirken. Auf Einladung von WK-Bezirksobmann Georg Mathiesl kamen rund 40 Unternehmer:innen zusammen, um mit WK-Präsident Mandl über aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen, Standortfragen und die Zukunft der regionalen Betriebe zu sprechen. Im Mittelpunkt standen jene Themen, die viele Unternehmen derzeit besonders beschäftigen: hohe Kosten, Fachkräftemangel, Investitionszurückhaltung, Bürokratie und die Frage, wie Betriebe auch unter schwierigen Rahmenbedingungen handlungsfähig bleiben. WK-Präsident Jürgen Mandl betonte, dass Kärntens Betriebe gerade in herausfordernden Zeiten mehr Sichtbarkeit und Selbstbewusstsein verdienen: „Unsere Unternehmer:innen schaffen Arbeitsplätze, bilden Fachkräfte aus, investieren in ihre Betriebe und halten die Regionen lebendig. All das darf nicht als selbstverständlich gesehen werden. Wir brauchen Rahmenbedingungen, die Leistung ermöglichen, statt Unternehmen zusätzlich zu belasten.“ 

Region braucht starke Betriebe

Für WK-Bezirksobmann Mathiesl ist der „Wirtschaftsanker“ vor allem ein wichtiges Format, um direkt mit den Betrieben ins Gespräch zu kommen. Der Bezirk Spittal ist wirtschaftlich vielfältig aufgestellt – vom Tourismus über Gewerbe und Handwerk bis hin zu Handel, Industrie und Dienstleistungen. Genau diese Breite mache die Region stark, braucht aber auch verlässliche politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. „Unsere Betriebe sind tief in der Region verwurzelt. Sie übernehmen Verantwortung und tragen dazu bei, dass der Bezirk Spittal nicht nur Wirtschafts-, sondern auch Lebensraum bleibt. Umso wichtiger ist es, ihre Anliegen ernst zu nehmen und gemeinsam daran zu arbeiten, dass unternehmerisches Handeln wieder leichter wird“, so Mathiesl.  

Wie wichtig langfristiges Unternehmertum für die Region ist, zeigte sich im Rahmen des „Wirtschaftsankers“: Für ihr 100-jähriges Firmenjubiläum wurden Johannes Weissensteiner von der Bäckerei Weissensteiner sowie Willibald Sittlinger vom Strandbad Sittlinger ausgezeichnet. Beide Betriebe sind Beispiele für Unternehmen, die über Generationen hinweg bestehen, Arbeitsplätze sichern, die regionale Identität prägen und mit ihrem Angebot zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben im Bezirk beitragen. 

Zuversicht trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Der persönliche Austausch stand beim „Wirtschaftsanker“ bewusst im Vordergrund. Wie schon bei den Sommergesprächen der vergangenen Jahre nutzten die Unternehmer:innen die Gelegenheit, konkrete Anliegen anzusprechen, Erfahrungen zu teilen und neue Kontakte zu knüpfen. Mandl machte deutlich, dass die Herausforderungen nicht kleingeredet werden dürften. Gleichzeitig brauche es gerade jetzt den Blick nach vorne: weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit und ein klares Bekenntnis zu jenen Menschen, die wirtschaftliche Verantwortung übernehmen. „Niemand wird die aktuellen Probleme mit einem Zauberstab lösen. Aber Kärnten hat starke Betriebe, die gewohnt sind, anzupacken. Genau auf diese Stärke müssen wir bauen“, betonte Mandl.